Lufthansa Aktie: Ölpreis belastet Branche

Symbolbild, KI-generiert

Delta reduziert die Gewinnschätzung für 2026; Lufthansa-Flüge nach Riad bleiben bis einschließlich 16. Oktober gestrichen.

Auf einen Blick:
  • Delta senkt Gewinnziel für 2026
  • Sechs Milliarden Dollar zusätzliche Treibstoffkosten
  • Lufthansa-Flüge nach Riad ausgesetzt
  • Quartalszahlen folgen am 3. November

Die Branche kämpft mit hohen Treibstoffkosten und geopolitischen Störungen. Zwei Entwicklungen prägen den Wochenstart für die Lufthansa: ein Warnsignal aus den USA und neue Flugausfälle im Nahen Osten.

Delta senkt Prognose

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat ihre Gewinnprognose für 2026 deutlich gekappt. Sie erwartet nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,60 Dollar, zuvor waren es 6,50 bis 7,50 Dollar. Der Grund: die Kerosinpreise, die der Nahostkrieg nach oben getrieben hat.

Für das Schlussquartal kalkuliert Delta mit 4,25 Dollar je Gallone. Allein beim Treibstoff kommen dem Konzern in diesem Jahr Zusatzkosten von sechs Milliarden Dollar ins Haus. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um gut 20 Prozent, getrieben von höheren Ticketpreisen. Das Betriebsergebnis sank dennoch um 14 Prozent. Die Nachfrage bleibt laut Konzernchef Ed Bastian stark.

Delta-Aktien gaben vorbörslich 2,6 Prozent nach. Die Lufthansa-Aktie notierte am Vormittag dagegen leicht im Plus bei rund 7,23 Euro.

Riad bleibt gesperrt

Hinzu kommen Sicherheitsprobleme in der Golfregion. Nach den tödlichen Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf den Flughafen von Riad ist der Airport laut einer Luftfahrtwarnung bis zum 17. Oktober geschlossen. Die Konzerngesellschaften der Lufthansa streichen alle Flüge in die saudische Hauptstadt bis einschließlich 16. Oktober.

Andere Airlines reagieren ähnlich. Air France-KLM verlängerte die Aussetzung bis Monatsende, Etihad und Gulf Air pausieren ebenfalls. Philippine Airlines setzt ihre Verbindungen sogar bis Ende November aus.

Blick auf die Zahlen

Die Lufthansa legt ihre Zahlen zum dritten Quartal am 3. November vor. Konzernchef Carsten Spohr hatte bereits angedeutet, dass die Treibstoffrechnung enorm hoch ausfallen dürfte. Deltas gesenkte Prognose zeigt, wie stark diese Kosten selbst bei robuster Nachfrage und steigenden Ticketpreisen durchschlagen können.

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