Core Lithium Aktie: 11-Prozent-Sturz

Core Lithium verliert über elf Prozent an Wert. Schwache Samsung-Zahlen und fallende Lithiumpreise belasten den gesamten Minensektor.

Auf einen Blick:
  • Kurssturz von über elf Prozent
  • Samsung-Quartalszahlen als Auslöser
  • Lithiumcarbonat-Preise zeigen Stabilisierung
  • Hohe Volatilität im Lithiumsektor

Der australische Lithiummarkt erlebt einen rabenschwarzen Handelstag — und Core Lithium trifft es hart. Der Kurs des Minenunternehmens ist am Mittwoch um über elf Prozent eingebrochen.

Der Lithium-Sektor leidet unter einem breiten Ausverkauf. Auch Konkurrenten wie Liontown Resources und Pilbara Minerals verloren deutlich, sie gaben 7,6 beziehungsweise 5,4 Prozent nach. Die Aktie von Core Lithium notiert aktuell bei 0,15 Euro — der tiefste Stand seit Wochen.

Schwache Halbleiter belasten den Markt

Auslöser des Abverkaufs sind schwache Quartalszahlen von Samsung. Die angeschlagene Stimmung in der Halbleiterbranche hat auf den gesamten Technologiesektor und die Minenwerte abgefärbt. Der S&P/ASX 200 fiel auf ein Vier-Wochen-Tief. Steigende Ölpreise durch geopolitische Spannungen halfen zwar dem Energiesektor. Für Bergbauaktien blieb aber kaum etwas übrig.

Der Lithiumcarbonat-Spotmarkt zeigt indes eine gewisse Stabilisierung. Am 8. Juli lag der Preis bei rund 164.500 CNY pro Tonne. Zuvor hatte eine Rallye die 200.000-CNY-Marke erreicht, bevor die Kurse wieder nachgaben. Die Jahresgewinne bleiben insgesamt solide. Die Terminmärkte signalisieren jedoch Vorsicht: Sie notieren in Backwardation, Anleger erwarten fallende Preise.

Technische Kennzahlen zeigen Schwäche

Der Kurs von Core Lithium liegt 35,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,24 Euro aus dem Mai. In den letzten 30 Tagen verlor die Aktie 6,6 Prozent. Der 14-Tage-RSI steht bei 42,9 — nahe der neutralen Zone. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei extremen 107 Prozent. Das zeigt: Der Lithiumsektor bleibt eine hochspekulative Wette.

Der S&P/ASX 300 Metals & Mining Index verlor am Mittwoch über zwei Prozent. Während Diversifizierte wie BHP zusätzlich unter angekündigten Streiks leiden, reagieren Lithium-Unternehmen besonders empfindlich auf die Nachfrage nach Batteriematerialien. Ob die aktuelle Stabilisierung der Lithiumcarbonat-Preise den Minenwerten einen Boden geben kann — das bleibt vorerst die offene Frage des zweiten Halbjahres.

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