Ölpreis: Katastrophe mit Ansage!

Neue Weltbank-Studie prognostiziert 24 Prozent höhere Energiepreise 2026. Brent-Öl könnte im Schnitt 115 Dollar kosten, die Straße von Hormus bleibt kritisch.

Auf einen Blick:
  • Energiepreise steigen um 24 Prozent
  • Brent-Öl bei durchschnittlich 86 Dollar
  • Straße von Hormus bleibt blockiert
  • Düngemittelpreise schnellen um 31 Prozent hoch

Die gestiegenen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs dürften gravierende Auswirkungen auf den weltweiten Energiemarkt haben. Dies zeigt nun eine neue Studie der Weltbank. Demnach könnten die Energiepreise im laufenden Jahr um insgesamt 24 % höher liegen als im Vorjahr. Das wäre der höchste Wert seit Beginn des Ukraine-Kriegs.

Ölpreis: Straße von Hormus bleibt hochkritisch

Besonders kritisch bleibt die Lage, weil der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – vor dem Krieg für 35 % des weltweiten See-Ölhandels verantwortlich – weiterhin massiv gestört ist. Die Weltbank geht im Basisszenario davon aus, dass sich die Transportmengen erst bis Oktober wieder normalisieren.

Die Wahrscheinlich ist demnach aber groß, dass zusätzliche Störungen auftreten, die die Preise weiter nach oben treiben würden – auch weil die Meerenge extrem verwundbar bleibt.

Die Weltbank betont, dass der Schock in mehreren Wellen auf die Weltwirtschaft trifft: erst über Energie, dann über Lebensmittel und schließlich über Inflation und höhere Zinsen. Besonders hart trifft dies ärmere Länder, deren Haushalte und Landwirtschaft stark von Energie‑ und Düngemittelpreisen abhängen.

Ölpreis: Weltbank erwartet hohe Rohstoffpreise

Brent‑Öl könnte im Gesamtjahr 2026 laut Weltbank durchschnittlich 86 US‑Dollar kosten – deutlich mehr als die 69 Dollar im Vorjahr. Bei einer Verschärfung des Kriegs wären sogar 115 Dollar möglich. Parallel erwartet die Weltbank einen 31 %‑Anstieg der Düngemittelpreise, was die globale Ernährungssicherheit zusätzlich belastet.

Die Gesamtpreise für Rohstoffe könnten insgesamt um 16 % steigen – auch bedingt durch Rekordpreise unter anderem bei Kupfer, Aluminium und Zinn. Für die Edelmetalle erwartet die Weltbank angesichts der geopolitischen Risiken ein Plus von 42 %.

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