Ölpreis: Jetzt wird’s richtig heiß!

Nach US-Luftschlägen auf Irans Ölexporthafen Kharg Island steigt der Ölpreis auf über 119 Dollar. Die Straße von Hormuz ist weitgehend geschlossen, was die globale Versorgung bedroht.

Auf einen Blick:
  • US-Angriff auf Kharg Island verschärft Versorgungsrisiken im Nahen Osten drastisch
  • Brent-Öl rallierte um 11 Prozent auf über 103 Dollar, zwischenzeitlich bei 119,50 Dollar
  • Straße von Hormuz faktisch geschlossen, nur vereinzelte Schiffe passieren die Meerenge
  • IEA gibt 400 Millionen Barrel aus Notreserven frei, um Preisexplosion zu dämpfen

Die Ölmärkte stehen vor einer weiteren Woche des Chaos. Der US-Angriff auf Irans Hauptexporthafen hat die Versorgungsrisiken im gesamten Nahen Osten massiv verschärft. Präsident Trump ließ am Freitag militärische Ziele auf der strategisch wichtigen Insel Kharg bombardieren und drohte mit weiteren Attacken auf Energieinfrastruktur, falls Teheran den Transit durch die Straße von Hormuz behindert.

Die Märkte reagierten prompt. Brent-Öl schoss letzte Woche um 11 Prozent nach oben und erreichte zwischenzeitlich 119,50 Dollar pro Barrel. Das sind Niveaus, die wir zuletzt nach Russlands Ukraine-Invasion gesehen haben. Der Schlusskurs lag knapp über 103 Dollar, aber Analysten erwarten zum Wochenstart einen weiteren Sprung über 117 Dollar.

Kharg Island ist für den Iran absolut entscheidend, denn von dort werden die meisten Rohöllieferungen abgewickelt. Trump behauptete, militärische Einrichtungen seien „ausgelöscht“ worden. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet hingegen, die Exporte liefen normal weiter. Wer hier die Wahrheit sagt, wird sich zeigen.

Brent Rohöl Chart

Die Straße von Hormuz bleibt dicht

Der eigentliche Engpass liegt woanders. Die Straße von Hormuz, durch die normalerweise ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung fließt, ist seit Beginn der Kämpfe praktisch geschlossen. Nur eine Handvoll Schiffe, hauptsächlich chinesische und iranische, wagen sich noch durch die Meerenge. Zuletzt passierten zwei LPG-Tanker auf dem Weg nach Indien und ein griechischer Öltanker die Engstelle.

Die Internationale Energieagentur warnt bereits vor beispiellosen Versorgungsunterbrechungen. Als Reaktion haben die Mitgliedsländer beschlossen, 400 Millionen Barrel aus den Notreserven freizugeben. Das soll die explodierenden Preise dämpfen, aber ob das ausreicht, darf bezweifelt werden.

Anleger sollten sich auf weitere volatile Wochen einstellen. Die Lage im Nahen Osten eskaliert weiter, und niemand weiß, wann sich die Situation entspannt. Öl-Investments bleiben hochriskant, aber potenziell auch hochprofitabel für diejenigen mit starken Nerven.

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