Die Ölpreise legten am Mittwoch deutlich zu und erholten sich damit teilweise von den massiven Verlusten des Vortages. Brent-Öl stieg um 3,52 Dollar oder 4 Prozent auf 91,32 Dollar je Barrel, während West Texas Intermediate um 3,69 Dollar oder 4,4 Prozent auf 87,14 Dollar kletterte. Am Dienstag waren beide Kontrakte noch um mehr als 11 Prozent eingebrochen, nachdem die Internationale Energieagentur eine Freigabe strategischer Ölreserven in Aussicht gestellt hatte.
Brent Crude Oil Chart
Größte Reservenfreigabe der Geschichte geplant
Die geplante Freigabe durch die IEA dürfte nach Informationen des Wall Street Journal die 182 Millionen Barrel übertreffen, die ihre Mitgliedsländer 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine auf den Markt brachten. Laut Bloomberg und Financial Times könnten zwischen 300 und 400 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven freigegeben werden. Analysten von Goldman Sachs errechneten, dass eine Freigabe dieser Größenordnung lediglich 12 Tage lang einen Ausfall der Exporte aus dem Persischen Golf kompensieren könnte, die das Investmenthaus auf 15,4 Millionen Barrel täglich schätzt.
Bjarne Schieldrop, Analyst bei SEB, zeigte sich skeptisch: „Es scheint nicht so, als würde der Ölmarkt glauben, dass die größte Freigabe strategischer Reserven der Geschichte angesichts der aktuellen Krise viel helfen wird.“ Die Märkte bleiben offenbar misstrauisch, ob diese Maßnahme ausreicht, um die Versorgungsrisiken aus dem Nahen Osten wirklich abzufedern.
Militärische Eskalation belastet weiter
Die USA und Israel bombardierten am Dienstag den Iran in dem, was das Pentagon und iranische Quellen vor Ort als die intensivsten Luftangriffe des Krieges bezeichneten. Das US-Militär „eliminierte“ zudem 16 iranische Minenleger in der Nähe der Straße von Hormus. Präsident Donald Trump warnte, dass jede von Iran gelegte Mine in der Meerenge umgehend entfernt werden müsse.
Tamas Varga von PVM Energy betonte: „Die Situation wird alarmierend bleiben, solange die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet ist.“ Durch diese strategisch wichtige Meerenge fließen etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Produktion. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldete am Mittwoch mindestens drei weitere Angriffe auf Schiffe in der Nähe der Meerenge.
Wie sich die Lage entwickelt, bleibt abzuwarten. Die G7-Staaten kamen am Mittwochnachmittag per Videokonferenz zusammen, um über Maßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen zu beraten. Anleger dürften genau beobachten, welche konkreten Schritte beschlossen werden und ob diese tatsächlich mehr bewirken als nur Zeit zu kaufen.
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