BP dreht am Investitionshebel – allerdings nicht in Richtung Erneuerbarer Energien. Der britische Energiekonzern kündigt an, seine Ausgaben im traditionellen Öl- und Gasgeschäft bis 2027 um rund 20 Prozent auf etwa 10 Milliarden Dollar jährlich zu erhöhen. Damit setzt BP ein klares Signal: Fossile Brennstoffe bleiben Kerngeschäft.
Die Begründung des Managements ist pragmatisch. Vizepräsident Stuart Shaw erklärte auf einem Energieforum in Baku, dass die globale Nachfrage nach Öl und Gas in den kommenden Jahrzehnten robust bleiben werde. Insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer würden weiterhin konventionelle Energieträger benötigen. BP will seine jahrzehntelange Expertise in komplexen Förderumgebungen nutzen, um diese Nachfrage zu bedienen.
Kaspisches Meer im Fokus
Die Strategie nimmt bereits konkrete Formen an. In Aserbaidschan konzentriert sich BP auf das Azeri-Chirag-Gunashli-Feld (ACG), dessen freie Erdgasreserven auf bis zu 4 Billionen Kubikfuß geschätzt werden. Die erste Produktionsbohrung von der West-Chirag-Plattform ist abgeschlossen, die Förderung soll in den kommenden Monaten anlaufen.
Parallel dazu bereitet der Konzern die Inbetriebnahme von sechs weiteren Produktionsbrunnen im Shah-Deniz-Feld vor. Derzeit liefert diese Offshore-Anlage täglich rund 77 Millionen Kubikmeter Gas. Die neuen Bohrungen sollen dieses Niveau langfristig stabilisieren oder ausbauen.
Infrastruktur steht bereit
Die logistische Grundlage für die erhöhte Produktion ist geschaffen. Die erweiterte Trans-Adriatische Pipeline kann seit Jahresbeginn bis zu 12 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Europa transportieren. Damit schafft BP eine direkte Verbindung zwischen seinen kaspischen Förderprojekten und europäischen Abnehmern.
Zusammen mit den Partnern SOCAR und TPAO evaluiert das Unternehmen weitere regionale Projekte, darunter Karabakh, Ashrafi-Dan Ulduzu-Aypara und Shafag-Asiman. Die Botschaft ist eindeutig: BP setzt auf Versorgungssicherheit durch konventionelle Energieträger – und investiert entsprechend.
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