Bloom Energy Aktie: Zwei Sammelklagen eingereicht

Symbolbild, KI-generiert

Blue Owl bestätigte intakte Finanzierungsverpflichtungen; Pipeline- und Standortfreigaben für Project Jupiter stehen weiterhin aus.

Auf einen Blick:
  • Bloom-Energy-Aktie seit Jahresbeginn 239 Prozent höher
  • Green-Chile-Inbetriebnahme wegen Genehmigungen verschoben
  • Blue Owl bestätigt fortbestehende Finanzierungsverpflichtungen
  • Zwei Sammelklagen gegen Bloom Energy eingereicht

Die Aktie von Bloom Energy ging am Freitag bei 254,50 Euro aus dem Handel. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 239 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 308,50 Euro trennt den Kurs derzeit ein Abstand von 18 Prozent nach unten.

Verzögerungen rund um Project Jupiter

Am Donnerstag berichteten Medien, dass Energy Transfer den Termin für die Inbetriebnahme seines Pipeline-Projekts Green Chile wegen Genehmigungsproblemen verschoben hat. Das Vorhaben steht in direkter Verbindung mit der Rolle von Bloom Energy beim Rechenzentrum Project Jupiter von Oracle. Bloomberg meldete parallel dazu, dass Oracle eine Mitteilung über höhere Gewalt an den Projektentwickler übermittelt hat.

Am Freitag bestätigte Blue Owl Capital, dass die finanziellen Verpflichtungen weiterhin intakt sind. Allerdings stehen eine Genehmigung für die Erdgaspipeline sowie die luftrechtliche Freigabe für den Standort in New Mexico nach wie vor aus.

Juristische Schritte von Aktionärsvertretern

Ebenfalls am Donnerstag gab die Kanzlei Bernstein Liebhard bekannt, dass eine Wertpapier-Sammelklage gegen Bloom Energy eingereicht wurde. Den Vorwürfen zufolge soll das Unternehmen wesentliche falsche oder irreführende Angaben gemacht sowie Informationen über die Geschäftstätigkeit, die Wachstumsaussichten und die finanzielle Stabilität verschwiegen haben.

Parallel dazu meldete die Kanzlei Faruqi & Faruqi am Donnerstag eine Sammelklage gegen das Unternehmen. Darin wird Bloom Energy vorgeworfen, Scandium über Zwischenhändler aus China bezogen und die tatsächliche Abhängigkeit von chinesischem Scandium zu niedrig dargestellt zu haben.

Die Kanzlei verwies dabei auf eine Frist bis zum 28. September 2026 zur Ernennung eines Hauptklägers. Gestern erinnerte auch die Kanzlei Rosen Law Firm an diesen Stichtag für Anleger, die zwischen dem 27. Februar 2025 und dem 8. Juli 2026 Wertpapiere der Gesellschaft erworben haben.

Am vergangenen Freitag hatte Oracle seine Vereinbarung über 2,4 Gigawatt an Brennstoffzellen mit Bloom Energy bekräftigt.

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