Bloom Energy hat sich gestern nach einer Neubewertung seiner Energieprojekte mit Bezug zu Google und NTT DATA erholt. Medienberichten zufolge rückten Anleger die angekündigten Vorhaben wieder stärker in den Blick; die Aktie legte um 5,0% zu. Der Erholung ging ein scharfer Ausverkauf im Sektor am Donnerstag voraus.
Reuters berichtete über Sorgen, dass die Zugewinne der Demokraten bei den Zwischenwahlen neue Hürden für den Ausbau von Rechenzentren bringen könnten. Diese Bedenken belasteten Aktien mit Bezug zu künstlicher Intelligenz und Rechenzentren.
Energieversorgung für neue Rechenzentren
Google kündigte am Donnerstag Investitionen von 17 Milliarden $ in Wyoming an. Zum Projekt gehört nach Unternehmensangaben eine über AEP vertraglich vereinbarte Brennstoffzellenanlage mit Bloom-Energy-Technologie und einer Leistung von 702 MW. Vorgesehen sind auch CO₂-Abscheidung und -Speicherung; die Ankündigung stammt von Google und ist kein neu gemeldeter Kundenvertrag von Bloom Energy.
Als weiterer Projektkontext steht die Vereinbarung mit NTT DATA über eine dezentrale Stromversorgung für mehrere Rechenzentrumsprojekte weltweit. Sie umfasst 900 MW; erste Lieferungen sind für 2027 geplant. Die Zusammenarbeit ist auf einen Ausbau in Richtung Gigawattmaßstab angelegt.
Höhere Einstufung, niedrigeres Kursziel
Barclays stufte Bloom Energy am Dienstag von Equal Weight auf Overweight hoch, senkte aber das Kursziel von 316 $ auf 289 $. Medienberichten zufolge verwies das Analysehaus auf schneller als erwartet wachsende Nachfrage, steigende Kundenanzahlungen und den Kapazitätsausbau.
California Resources Corporation und Bloom Energy unterzeichneten am Montag zudem eine unverbindliche Absichtserklärung zur Prüfung von mindestens 1 GW Brennstoffzellenleistung in Kalifornien. Die vorgeschlagenen Projekte sollen mit CO₂-Abscheidung und -Speicherung verbunden werden. Sie könnten jährlich bis zu 3 Millionen Tonnen CO₂ für die Abscheidung und dauerhafte Speicherung verfügbar machen.
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