BKW bricht mit alten Traditionen bei der Solarvergütung. Während der Aktienkurs nach einer monatelangen Talfahrt mühsam einen Boden sucht, krempelt der Berner Energiekonzern sein Geschäftsmodell für Einspeiser um. Das Ziel ist klar: weg von Fixpreisen, hin zur harten Realität der Strombörse.
Abschied vom Festpreis
BKW setzt das Modell „Solutions 2030“ vorzeitig um. Private Solarproduzenten erhalten künftig kein festes Geld mehr für jede Kilowattstunde. Die Vergütung orientiert sich stattdessen an den aktuellen Spotmarktpreisen. Das schafft Anreize, Strom bei hoher Sonneneinstrahlung selbst zu verbrauchen oder zu speichern.
Diese Umstellung schützt den Konzern vor finanziellen Lasten bei Überangebot. In Phasen mit negativen Marktpreisen wird die Einspeisung für Produzenten unrentabel. Finanziell attraktiv bleibt sie nur noch bei hoher Nachfrage und knappem Angebot.
Stabilisierung am Tiefpunkt
An der Börse findet das Papier derweil Halt. Die Aktie notiert aktuell bei 146,60 Euro. Damit liegt der Kurs knapp fünf Prozent über dem jüngsten Jahrestief von Anfang Juli. Dennoch bleibt die bisherige Jahresbilanz mit einem Minus von 19 Prozent belastet.
Analysten blicken mit neutraler Haltung auf den Versorger. Kepler Cheuvreux etwa bestätigt die Einstufung „Hold“. Die Bank setzt das Kursziel auf 145,00 Schweizer Franken fest.
Die Dividende dient vielen Investoren als Anker. BKW zahlte zuletzt 3,80 Schweizer Franken an seine Aktionäre. Analysten rechnen für das kommende Jahr bereits mit einer Steigerung auf 4,00 Franken.
Parallel dazu peilt das Management für 2026 ein stabiles operatives Ergebnis an. Das EBIT soll zwischen 600 und 750 Millionen Franken liegen.
Im August veröffentlicht BKW die Halbjahresergebnisse. Diese Zahlen belegen, wie stark die operativen Anpassungen und die volatilen Strompreise die Bilanz tatsächlich belasten. Anleger achten besonders auf die Flexibilität des Kraftwerksparks im neuen Preisumfeld.
BKW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BKW-Analyse vom 24. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BKW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BKW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
