BKW Aktie: Partnerlösung gegen Dieselgeneratoren vorgestellt

Symbolbild, KI-generiert

Ein Praxistest erprobte Batteriespeicher zur Netzstabilisierung; zugleich übernahm BKW einen Windpark mit sieben Anlagen.

Auf einen Blick:
  • Batteriespeicher stabilisieren lokale Inselnetze
  • Praxistest in Meiringen durchgeführt
  • Windpark Öhringen-Karlsfurt übernommen
  • Sieben Anlagen mit 33,6 MW

BKW setzt Batteriespeicher nicht nur zur Speicherung von Strom ein, sondern auch zur Stabilisierung eines Inselnetzes. Die am 14. Oktober vorgestellte Partnerlösung soll bei Netzabschaltungen Dieselgeneratoren ersetzen und lokal erzeugten Solarstrom weiter nutzbar machen.

Für Anleger ergänzt dieses Anwendungsfeld den Ausbau der Stromerzeugung: Während BKW zusätzliche Windkraft übernimmt, arbeitet das Unternehmen zugleich an der Nutzung dezentral erzeugter Energie bei unterbrochener Netzversorgung.

Speicher übernehmen Aufgaben im Inselnetz

Nach Angaben von BKW entstand die Lösung gemeinsam mit Partnern. Ein Praxistest fand in Meiringen statt. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Batteriespeichern und lokalem Solarstrom: Die Speicher stabilisieren das Inselnetz und ermöglichen damit, die örtliche Erzeugung weiter zu nutzen.

Der Anwendungsfall geht damit über das zeitversetzte Bereitstellen gespeicherter Energie hinaus. Die Batterie übernimmt eine Aufgabe für den Netzbetrieb. Entscheidend ist dabei die Verbindung beider Funktionen: Eine lokale Stromquelle allein erfüllt noch nicht dieselbe Aufgabe wie eine Lösung, die zugleich das Inselnetz stabilisiert.

Für die Einordnung ist der Entwicklungsstand wichtig. BKW hat über einen Praxistest berichtet. Der Ersatz von Dieselgeneratoren bei Netzabschaltungen ist das erklärte Einsatzgebiet der gemeinsam entwickelten Technik.

Windpark erweitert die Erzeugungsseite

Parallel dazu baut BKW sein deutsches Windportfolio aus. Am 12. Oktober meldete das Unternehmen die Übernahme des Windparks Öhringen-Karlsfurt in Baden-Württemberg von ABO Energy. Die sieben Anlagen verfügen zusammen über eine Leistung von 33,6 MW.

Damit betreffen die beiden Unternehmensnachrichten unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Stromversorgung. Der Windpark erweitert die Erzeugungskapazität. Die Speicherlösung setzt dagegen dort an, wo lokal produzierter Strom auch während einer Netzabschaltung nutzbar bleiben soll.

Der Windpark soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen. BKW erwartet eine jährliche Produktion von mehr als 80 GWh erneuerbarem Strom.

Unterschiedliche Maßstäbe für die Bewertung

Für Anleger sind deshalb unterschiedliche Maßstäbe angebracht. Beim Windprojekt stehen die geplante Inbetriebnahme und die erwartete Stromproduktion im Vordergrund. Beim Inselnetz richtet sich der Blick auf den erprobten technischen Anwendungsfall.

Beides ist nicht gleichzusetzen: Die Übernahme erweitert das Windportfolio, während der Praxistest eine konkrete Einsatzmöglichkeit für Batteriespeicher beschreibt. Die operative Bedeutung liegt jeweils in einer anderen Funktion – zusätzliche Erzeugung auf der einen, nutzbarer lokaler Solarstrom bei Netzabschaltungen auf der anderen Seite.

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