Bitcoin: Ölpreis stützt zarte Erholung

Symbolbild, KI-generiert

Günstigeres Öl stützt Bitcoin und Altcoins, während Abzüge aus US-Spot-ETFs die Erholung begrenzen.

Auf einen Blick:
  • Bitcoin steigt zum Wochenstart um 0,9 Prozent
  • Ölpreis fällt nach verkündeter Waffenruhe
  • 681 Millionen Dollar fließen aus Bitcoin-ETFs
  • Chart zeigt enge Handelsspanne und schwachen Trend

Bitcoin hangelt sich nach einem schwachen Oktoberstart zurück Richtung 84.000 Dollar. Auslöser ist ein fallender Ölpreis, der die Sorge vor hartnäckiger Inflation und weiteren Zinsanhebungen etwas dämpft. Ein Befreiungsschlag ist das noch nicht.

Waffenruhe-Hoffnung belebt Risikoanlagen

Zum Wochenstart legte die größte Kryptowährung um rund 0,9 Prozent auf etwa 83.900 Dollar zu. In der vergangenen Woche hatte sie etwa 2 Prozent verloren. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump überraschend eine „Energy-Waffenruhe“ zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Moskau und Kiew haben sie bislang nicht bestätigt.

Der Ölpreis gab daraufhin um fast 2 Prozent nach, machte einen Teil der Verluste aber wieder wett. Risiken für die Versorgung im Nahen Osten und an der US-Golfküste bleiben bestehen. Dennoch reichte der Impuls, um riskantere Anlagen zu stützen.

Auch die Altcoins zogen an. Ether stieg um 2,4 Prozent auf rund 2.566 Dollar, Solana und Cardano gewannen jeweils mehr als 2 Prozent.

ETF-Abflüsse als Bremsklotz

Belastet hatten zuletzt die US-Spot-ETFs. In der ersten Oktoberwoche flossen 681 Millionen Dollar ab, so viel wie seit Ende Juni nicht mehr. Anleger sicherten offenbar Gewinne aus dem starken September-Quartal. Der Oktober gilt historisch als Bitcoin-freundlich („Uptober“), diesmal fehlt dieser Rückenwind bislang.

Enge Handelsspanne im Chart

Auf dem 5-Stunden-Chart steckt der Kurs in einer Konsolidierung fest. Unterstützung liegt um 83.987 Dollar, darunter folgt die Zone um 82.800 Dollar. Nach oben bremsen Widerstände bei 84.643 und 84.716 Dollar. Der MACD zeigt ein Kaufsignal, der Trendstärkeindikator ADX liegt mit knapp 19 aber niedrig. Das spricht für einen schwachen Trend und erhöht das Risiko von Fehlausbrüchen.

Ein Schlusskurs über 84.650 Dollar würde den Weg Richtung 86.000 Dollar öffnen. Fällt der Kurs unter 83.800 Dollar, rücken zunächst die Marken bei 81.000 Dollar in den Blick.

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