Bitcoin: 67.153 Dollar nach Friedenspakt

Geopolitische Entspannung zwischen USA und Iran löst Kurssprung bei Bitcoin aus. MicroStrategy stockt Bestände massiv auf.

Auf einen Blick:
  • Bitcoin steigt auf 67.153 US-Dollar
  • Short-Squeeze verstärkt Kursrallye
  • MicroStrategy kauft 1.587 Bitcoin nach
  • US-Notenbank entscheidet über Zinsen

Ein geopolitischer Durchbruch treibt die Märkte an. Die USA und Iran haben sich auf einen Friedenspakt geeinigt. Das beendet die wochenlange Talfahrt am Kryptomarkt abrupt. Bitcoin schießt über die Marke von 67.000 US-Dollar.

Die Trump-Administration öffnet die Straße von Hormus. Schiffe passieren die Meerenge künftig wieder gebührenfrei. Das entspannt die globale Lage massiv. Ölpreise fielen prompt um fünf Prozent auf rund 80 US-Dollar pro Barrel. Parallel dazu feierten die US-Aktienmärkte neue Rekordhochs.

Auch der Kryptomarkt profitiert stark von der neuen Kauflaune. Im Hintergrund löste der plötzliche Anstieg einen massiven Short-Squeeze aus. Zuvor hatten viele Händler auf fallende Kurse gewettet. Diese Leerverkäufe mussten nun zwangsweise geschlossen werden. Die Folge: ein rasanter Kursanstieg. Bitcoin kletterte am Montag um über vier Prozent auf 67.153 US-Dollar.

Großinvestor kauft massiv nach

Währenddessen treibt das Softwareunternehmen MicroStrategy seine aggressive Bitcoin-Strategie weiter voran. Der Konzern erwarb in der vergangenen Woche weitere 1.587 Bitcoin für rund 100 Millionen US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei knapp über 63.000 US-Dollar.

Damit hält das Unternehmen nun insgesamt 846.842 Bitcoin. Das entspricht etwa vier Prozent der gesamten Umlaufmenge. MicroStrategy finanzierte den jüngsten Zukauf durch die Ausgabe neuer Aktien. Der durchschnittliche Einstiegspreis des Unternehmens liegt historisch bei 75.656 US-Dollar.

Blick auf die Notenbank

Technisch hellt sich das Bild für Bitcoin langsam auf. Der Relative-Stärke-Index liegt aktuell bei neutralen 46 Punkten. Allerdings notiert der Kurs auf Jahressicht noch immer 24 Prozent im Minus. Der Abstand zum Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar bleibt gewaltig.

Der nächste wichtige Impuls folgt bereits am 17. Juni. Dann entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Der Markt rechnet mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 97 Prozent mit stabilen Zinsen. Zwei Tage später unterzeichnen die Parteien das Friedensabkommen in Genf formell. Beide Termine dürften die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben.

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