Ein breit angelegter Preisrückgang an den Rohstoffmärkten belastet die Minenbetreiber. Im Sog dieser Branchenentwicklung gibt das Papier von BHP heute vorbörslich um 3,7 Prozent auf 35,80 Euro nach. Fallende Notierungen bei wichtigen Industriemetallen setzen den gesamten Sektor unter Abgabedruck.
Besonders der Markt für Eisenerz geriet unter Abgabedruck, wo die Terminkontrakte auf 90,35 US-Dollar fielen. Parallel dazu gab auch der Kupferpreis nach und büßte einen Großteil seiner jüngsten Wochengewinne wieder ein. Diese Entwicklung zog neben BHP auch Wettbewerber wie Rio Tinto nach unten, die an den Handelsplätzen ähnliche Verluste von rund vier Prozent verzeichneten.
Tarifabschluss verhindert Streik in Chile
Auf operativer Ebene konnte der Konzern unterdessen ein zentrales Risiko entschärfen. In der chilenischen Kupfermine Escondida einigte sich das Unternehmen mit der Gewerkschaft des Aufsichtspersonals auf einen neuen Tarifvertrag und wendete damit einen drohenden Streik ab. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 36 Monaten.
Der Kontrakt sieht Verbesserungen bei den festen und variablen Vergütungen sowie zusätzliche Sozialleistungen und Boni vor. Bei der Abstimmung sprachen sich 64 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für die Annahme des vorgelegten Angebots aus. Damit bleibt der Betrieb in der weltweit bedeutenden Abbaustätte ohne Arbeitsniederlegung gesichert.
Stellenstreichungen in Westaustralien geplant
Gleichzeitig stehen Anpassungen im australischen Eisenerzgeschäft an. Wie Bloomberg berichtet, plant BHP den Abbau von rund 300 Stellen in mehreren westaustralischen Tagebauen. Betroffen von den Maßnahmen sind die Standorte South Flank, Mining Area C, Newman sowie Jimblebar.
Ein Unternehmenssprecher erklärte dazu, der Konzern prüfe für die betroffenen Arbeitskräfte alternative Einsatzmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Die Einschnitte erfolgen vor dem Hintergrund des anhaltenden Kostendrucks und der nachgebenden Rohstoffpreise im Segment.
Mit dem heutigen Rücksetzer vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 42,16 Euro, während die weitere Kursentwicklung maßgeblich von der Stabilisierung der globalen Metallmärkte abhängen dürfte.
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