BASF zeigt sich auf der China International Petrochemical Technology and Equipment Exhibition in Shanghai. Vom 9. bis 11. Juni präsentiert der Konzern dort Technologielizenzen, Katalysatoren und Hochdruckausrüstung. Die Meldung lenkt den Blick auf ein Geschäftsfeld, das in den vergangenen Monaten im Schatten der Coatings-Verkäufe und Portfolioumbauten stand.
Das Timing ist kein Zufall. BASF hatte im ersten Quartal solide Mengensteigerungen gemeldet – getragen vom China-Geschäft. Die Umsätze sanken zwar auf 16,02 Milliarden Euro, währungsbedingt und durch niedrigere Preise. Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) fiel mit 2,36 Milliarden Euro etwas schwächer aus als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg dagegen auf 927 Millionen Euro – ein Plus von knapp 15 Prozent.
Der Messeauftritt zeigt, wo BASF wachsen will: mit Prozesslizenzen für die Petrochemie, mit Katalysatoren zur Emissionssenkung und mit Spezialausrüstung für Drücke bis 3.600 bar. Das sind hochmargige Technologiegeschäfte, die nicht vom zyklischen Chemiemarkt abhängen.
Für 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. BASF erwartet ein EBITDA von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro und einen Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro. Eine Ergebnisrevision ist mit der China-Mitteilung nicht verbunden.
Die Aktie notierte zuletzt bei 50,57 Euro – rund acht Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro. Der RSI von 42,4 zeigt keine Überhitzung. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt, aber über den langfristigen Linien.
Ob der China-Schwerpunkt in einem schwierigen Chemieumfeld wirklich trägt, wird sich an den Volumina und Lizenzabschlüssen zeigen müssen. Der Messeauftritt liefert dafür keine neuen Zahlen – aber einen klaren Hinweis auf die operative Marschrichtung.
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