BASF dreht an einer der größten Stellschrauben seiner Konzerngeschichte. Das Effizienzprogramm „CoreShift“ soll die fixen Betriebskosten im Kerngeschäft bis 2029 um ein Fünftel senken — gemessen am Basisjahr 2024. Der Druck dahinter ist real.
Geopolitik trifft Chemieriese
BASF-Chef Markus Kamieth warnt offen vor einem schwierigen zweiten Halbjahr. Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran könnten Rohstoffe wie Schwefel und Helium verknappen. Das würde die Automobilproduktion bremsen — einen der wichtigsten Abnehmermärkte des Konzerns.
Kein Wunder, dass BASF nicht abwartet.
Am Stammsitz Ludwigshafen entfielen seit Anfang 2024 rund 2.800 Stellen. Das Programm geht aber über Stellenabbau hinaus: IT-Systeme werden weltweit vereinheitlicht, Künstliche Intelligenz stärker eingesetzt. Randbereiche verkauft der Konzern konsequent — das Silikat-Geschäft in Düsseldorf geht an einen US-Käufer.
Jahresziel bleibt stehen
Trotz der Unsicherheiten hält BASF an seiner Prognose fest. Das operative Ergebnis vor Sonderposten soll 2026 zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. Branchenverband VCI beschreibt das Umfeld nüchtern: schwacher Jahresstart, belastet durch hohe Energiekosten und Bürokratie.
Die Aktie spiegelt die Skepsis wider. Mit 49,30 Euro notiert das Papier rund zehn Prozent unter dem April-Hoch von 55,05 Euro. Auf Jahressicht liegt es dennoch gut zehn Prozent im Plus.
Einen konkreten Termin haben Anleger bereits im Blick: Für 2027 plant BASF den Börsengang der Agrarsparte — ein Vorhaben, das die Bewertung des Konzerns neu sortieren könnte.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
