Barrick Mining Aktie: Scotiabank senkt Ziel auf 57 US-Dollar

Trotz gesenktem Kursziel von Scotiabank bleibt das Aufwärtspotenzial für Barrick Mining intakt. Starke Quartalszahlen und strategische IPO-Pläne stützen die Aktie.

Auf einen Blick:
  • Kursziel von Scotiabank auf 57 Dollar gesenkt
  • Quartalsgewinn übertrifft Analystenerwartungen deutlich
  • Strategischer Börsengang von Minenbeteiligungen geplant
  • Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3 Milliarden Dollar

Gleichzeitig bekräftigte das Institut die Einstufung „Sector Outperform“. Ausschlaggebend für diesen Schritt waren veränderte Prognosen für den Goldpreis in den Jahren 2026 und 2027. Trotz der Senkung impliziert das neue Ziel weiterhin ein signifikantes Aufwärtspotenzial für den Bergbaukonzern. Die Kursentwicklung der Aktie zeigte sich im Umfeld der Berichterstattung zuletzt freundlich.

Analysten bewerten Aufwärtspotenzial neu

Das Meinungsbild unter den Marktexperten bleibt insgesamt optimistisch. Der aktuelle Marktkonsens wird als „Moderate Buy“ eingestuft, wobei das durchschnittliche Kursziel bei 54 US-Dollar liegt. Neben Scotiabank meldeten sich weitere namhafte Institute zu Wort. Die Bank of America sieht das Kursziel bei 56 US-Dollar und empfiehlt den Wert zum Kauf.

Die UBS veranschlagt einen Zielwert von 50 US-Dollar, während CIBC mit 63 US-Dollar das obere Ende der Schätzungen markiert. Zurückhaltender zeigt sich Barclays mit einer Einstufung auf „Equal Weight“ und einem Kursziel von 41 US-Dollar. Die Experten von Scotiabank begründen ihre Einstufung insbesondere mit der langfristigen Preisentwicklung der Edelmetalle, auch wenn die kurzfristigen Erwartungen leicht nach unten korrigiert wurden.

Starke Quartalszahlen übertreffen Markterwartungen

Die Bilanz für das erste Quartal 2026 fiel robust aus und konnte die Prognosen der Analysten in zentralen Punkten schlagen. Barrick Mining erzielte einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,98 US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Konsensschätzung von 0,80 US-Dollar deutlich. Auch beim Umsatz verzeichnete der Konzern einen Erfolg. Mit einem erwirtschafteten Umsatz von 5,22 Milliarden US-Dollar lag das Ergebnis über der Markterwartung von 4,53 Milliarden US-Dollar.

Diese operativen Erfolge spiegeln sich auch in der Bewertung des Unternehmens wider. Während die Aktie laut Analysen von Simply Wall St auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells mit einem fairen Wert von etwa 32,38 US-Dollar leicht überbewertet erscheint, deutet das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf eine andere Tendenz hin. Mit einem KGV von 10 notiert Barrick Mining deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 18,9, was auf eine fundamentale Unterbewertung hindeuten könnte.

Strategische IPO-Pläne und Aktienrückkäufe

Das Management von Barrick Mining treibt derzeit eine weitreichende strategische Neuausrichtung voran. Ein zentraler Bestandteil dieser Pläne ist die Ausgliederung der nordamerikanischen Gold-Vermögenswerte. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen zudem den Börsengang von Minderheitsbeteiligungen an bedeutenden Projekten. Dies betrifft unter anderem die Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo sowie die Lagerstätte Fourmile.

Zusätzlich zur Neustrukturierung setzt das Unternehmen auf eine aktionärsfreundliche Kapitalallokation. Hierzu gehört ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 3 Milliarden US-Dollar. Auch bei der Dividendenpolitik bleibt der Konzern verlässlich: Barrick Mining zahlt eine vierteljährliche Dividende von 0,175 US-Dollar pro Aktie, woraus sich eine Dividendenrendite von rund 1,9 Prozent ergibt.

Verschiebungen in der Aktionärsstruktur und regionale Risiken

In der Aktionärsstruktur gab es zuletzt markante Bewegungen. Während Aubrey Capital Management seine Position im ersten Quartal 2026 um mehr als 65 Prozent reduzierte, bauten andere institutionelle Anleger ihre Beteiligungen massiv aus. So investierte Ameriprise neu in eine Position im Wert von 211 Millionen US-Dollar. Auch der Canada Pension Plan Investment Board sicherte sich Anteile für 172 Millionen US-Dollar.

Operativ stützte sich der Erfolg im Jahr 2025 auf den Verkauf von 3,3 Millionen Unzen Gold und 220.000 Tonnen Kupfer. Die Goldreserven des Konzerns werden auf eine Laufzeit von etwa 20 Jahren geschätzt. Dennoch stehen dem Wachstum geopolitische und operative Risiken gegenüber. Hierzu zählen insbesondere ein anhaltender Zahlungsstreit in Mali sowie sicherheitspolitische Herausforderungen bei Projekten in Pakistan.

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