Barrick Mining hat den Weg für die geplante Abspaltung seiner nordamerikanischen Vermögenswerte frei gemacht. Durch eine am Montag erzielte Einigung mit dem Wettbewerber Newmont im Wert von 1,95 Milliarden US-Dollar wurden bestehende Streitigkeiten rund um das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines beigelegt.
Wie das Unternehmen im Rahmen seiner aktuellen Quartalszahlen mitteilte, soll der Börsengang der entsprechenden Sparten nun planmäßig bis Ende des Jahres 2026 abgeschlossen werden.
Überraschend hohe Goldproduktion im zweiten Quartal
Trotz des Fokus auf die strategische Neuordnung lieferte das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 eine operative Leistung ab, die über den eigenen Erwartungen lag. Mit einer Goldproduktion von 796.000 Unzen übertraf Barrick Mining die prognostizierte Spanne von 730.000 bis 770.000 Unzen deutlich.
Maßgeblich hierfür waren laut Unternehmensangaben die Produktionssteigerungen in der Mine Loulo-Gounkoto sowie eine spürbare Erholung am Standort Pueblo Viejo. Die Kupferproduktion belief sich im selben Zeitraum auf 56.000 Tonnen.
Finanziell spiegelte sich diese Entwicklung in einem Umsatz von 5,29 Milliarden US-Dollar wider, womit das Unternehmen die Markterwartungen von rund 5,23 Milliarden US-Dollar leicht übertraf. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,82 US-Dollar exakt auf dem Niveau der Konsensschätzungen.
Medienberichten zufolge reagierten Investoren unmittelbar nach der Veröffentlichung am Montag zunächst mit Verkäufen, da der Wert des Vergleichs mit Newmont am Markt kontrovers diskutiert wurde. Am Mittwoch verbesserte sich die Stimmung jedoch deutlich, und das Papier schloss mit einem Plus von 3,0 % bei 57,47 CAD. Damit konnte die Aktie den Rückstand seit Jahresbeginn auf 3,9 % verringern.
Strategische Weichenstellungen für das Auslandsgeschäft
Parallel zum geplanten IPO in Nordamerika ordnet Barrick Mining seine Führungsstruktur für die verbleibenden internationalen Aktivitäten neu. Am Dienstag übernahm Sebastiaan Bock die Position des Chief Executive Officer für die Region „Rest of World“. In dieser Funktion verantwortet er künftig das gesamte internationale Gold- und Kupfergeschäft, während sich der Konzern auf die Trennung der geografischen Segmente vorbereitet.
Für das Gesamtjahr 2026 passt das Management zudem seine Investitionsplanung an. Die Prognose für die zurechenbaren Investitionsausgaben (Capex) wurde auf eine Spanne von 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar gesenkt, nachdem zuvor bis zu 4,45 Milliarden US-Dollar veranschlagt worden waren. Die Produktionsziele für Gold und Kupfer blieben hingegen unverändert.
Anleger partizipieren weiterhin direkt am Cashflow des Unternehmens. Für das zweite Quartal kündigte Barrick Mining eine Dividende von 0,175 US-Dollar je Aktie an. Die Auszahlung erfolgt am 15. September für Aktionäre, die zum Handelsschluss am 31. August im Register eingetragen sind.
Insgesamt gab der Bergbaukonzern im abgelaufenen Quartal rund 1,5 Milliarden US-Dollar an seine Anteilseigner zurück, wobei 1,2 Milliarden US-Dollar auf Aktienrückkäufe entfielen. Bloomberg berichtet, dass die Barzahlung an Newmont Teil des umfassenden Abkommens ist, das nun die notwendige Rechtssicherheit für die kommenden Kapitalmarkttransaktionen bietet.
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