Kaum vergangene Quartalszahlen enttäuscht, schon gibt es gute Nachrichten aus Westafrika: B2Gold hat von der Republik Mali die Abbaugenehmigung für das Menankoto-Projekt erhalten. Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kanadier operativ ohnehin unter Beobachtung steht.
Grünes Licht für Fekola Regional
Die Menankoto Exploitation Permit bildet zusammen mit der bereits bestehenden Dandoko-Explorationslizenz das Projekt Fekola Regional – gelegen rund 20 Kilometer von der bestehenden Fekola-Mine entfernt. Die Genehmigung fiel am 7. August 2026 und markiert den Abschluss von Verhandlungen, die im Juli 2025 mit der Freigabe für den Untertagebau bei Fekola begonnen hatten.
Bei Fekola Regional hält B2Gold künftig 65 Prozent, der malische Staat 35 Prozent – bei der bestehenden Fekola-Mine liegt die Beteiligung Malis bei 20 Prozent. CEO Mike Cinnamond bezeichnete die Genehmigung als Meilenstein, der die Zukunft des Komplexes bis weit in die späten 2030er-Jahre absichere. Nach Angaben des Unternehmens hat B2Gold seit 2014 über zwei Milliarden Dollar in Mali investiert und beschäftigt dort mehr als 3.300 Mitarbeiter, davon rund 98 Prozent Malier.
Der Zeitplan sieht vor, dass Vorabräumarbeiten und ein Tolling-Abkommen nun anlaufen. Die Produktion soll bis Ende 2027 hochgefahren werden und ab 2028 mehr als 150.000 Unzen jährlich liefern – bis in die Mitte der 2030er-Jahre.
Quartalszahlen bleiben hinter den Erwartungen
Der positiven Permit-Nachricht steht ein schwaches zweites Quartal gegenüber. B2Gold verfehlte die Gewinnschätzung deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,030 Dollar, der Konsens hatte 0,080 Dollar erwartet. Beim Umsatz reichte es mit 789,35 Millionen Dollar ebenfalls nicht an die erwarteten 873,04 Millionen Dollar heran.
Die Aktie schloss zuletzt bei 4,09 Dollar – auf Sicht von drei Monaten ein Rückgang von 22,83 Prozent, auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 14,25 Prozent zu Buche. Bezeichnend für die Stimmung unter Analysten: In den vergangenen 90 Tagen gab es fünf Abwärtsrevisionen der Gewinnschätzungen, keine einzige nach oben.
Für B2Gold verschiebt sich der Blick damit auf die kommenden Quartale. Die Fekola-Regional-Genehmigung liefert eine langfristige Produktionsperspektive bis in die 2030er-Jahre, während die kurzfristige operative Entwicklung zunächst die schwächeren Quartalszahlen widerspiegelt.
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