Kupfer ist der entscheidende Rohstoff für die Energiewende, doch stabile und saubere Lieferketten sind oft das Nadelöhr der Branche. Der Hamburger Multimetall-Konzern Aurubis meldet nun einen operativen Durchbruch in Afrika, der dieses Problem adressiert. Durch die Erschließung einer neuen Logistikroute sichert sich das Unternehmen nicht nur schnelleren Nachschub, sondern bedient auch gezielt die wachsende Nachfrage nach emissionsarmem Kupfer.
Neuer Korridor verkürzt Lieferzeiten drastisch
In einer Kooperation mit dem Handelshaus Trafigura und der Minengesellschaft Kamoa Copper nutzt Aurubis erstmals den sogenannten Lobito-Korridor für den Rohstofftransport. Konkret geht es um die Lieferung von Kupferanoden aus der Demokratischen Republik Kongo, die über die neu ausgebaute Lobito Atlantic Railway (LAR) zum Exporthafen in Angola gelangen.
Der operative Vorteil ist immens: Die Transportzeit aus dem afrikanischen „Kupfergürtel“ zum Hafen reduziert sich auf rund sieben Tage. Für Aurubis bedeutet dies eine erhebliche Effizienzsteigerung in der Versorgung der europäischen Hüttenwerke. Zudem handelt es sich bei der Fracht um Material mit extrem niedrigem CO2-Fußabdruck, was direkt auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Hamburger einzahlt.
Institutionelles Interesse wächst
Die operative Weitsicht des Managements scheint auch am Kapitalmarkt honoriert zu werden. Die Aktie notiert aktuell bei 168,80 Euro und verzeichnete heute ein Plus von 1,02 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn bereits auf beachtliche 33,12 Prozent. Das Papier bewegt sich damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 171,30 Euro.
Parallel zur operativen Meldung wurden Veränderungen in der Aktionärsstruktur bekannt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Beteiligung über Aktien und Finanzinstrumente auf rund 14,28 Prozent ausgebaut. Marktbeobachter werten dies oft als Zeichen für das Vertrauen institutioneller Investoren in die langfristige Ausrichtung des Unternehmens.
Angehobene Prognose stützt den Kurs
Der logistische Erfolg flankiert die zuletzt verbesserten finanziellen Aussichten. CEO Dr. Toralf Haag hatte nach der Vorlage der Quartalszahlen Anfang Februar die Prognose für das operative Vorsteuerergebnis (EBT) des Geschäftsjahres 2025/26 auf eine Bandbreite von 375 bis 475 Millionen Euro angehoben. Zwar fiel das erste Quartal mit 105 Millionen Euro EBT etwas schwächer aus als im Vorjahr, der optimistische Ausblick und die Dividende von 1,60 Euro je Aktie überzeugten jedoch die Anleger.
Mit der gesicherten Versorgung über den Lobito-Korridor und der angehobenen Ergebnisprognose im Rücken blicken Anleger nun auf die weitere Umsetzung der Multimetall-Strategie. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte sein, ob Aurubis die Effizienzvorteile der neuen Logistikroute in den kommenden Quartalen auch in messbare Margenverbesserungen ummünzen kann.
Aurubis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Aurubis-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Aurubis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Aurubis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
