Arafura: Baustart Nolans im September 2026 fixiert

Arafura Rare Earths startet im September den Bau des Nolans-Projekts. Staatliche Förderung und neue Abnehmer sichern die Finanzierung des Milliardenvorhabens.

Auf einen Blick:
  • Baubeginn im September 2026 bestätigt
  • Jährlich 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid geplant
  • Finanzierung durch Australien und KfW gesichert
  • Neuer Finanzvorstand für Bauphase ernannt

Arafura Rare Earths rückt seinem Ziel näher. Das Nolans-Projekt im australischen Northern Territory steht kurz vor dem Baubeginn. Im September 2026 sollen die Bagger offiziell anrollen. Damit erreicht das Unternehmen einen Meilenstein für die westliche Versorgung mit Seltenen Erden.

Das Projekt hat einen Wert von rund einer Milliarde US-Dollar. Arafura will dort jährlich 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid produzieren. Das entspräche etwa vier Prozent des weltweiten Bedarfs. Diese Metalle sind unverzichtbar für Magnete in Elektroautos und Windkraftanlagen.

Staatliche Hilfe sichert Finanzierung

Die Finanzierung steht auf einem soliden Fundament. Australien unterstützt das Vorhaben mit rund 124 Millionen Euro. Auch die deutsche KfW beteiligt sich an einem milliardenschweren Finanzierungspaket. Insgesamt sicherte sich Arafura bisher Kapitalzusagen über 361,5 Millionen Dollar.

Neue Abnehmer sichern derweil die künftigen Einnahmen ab. Vor wenigen Tagen unterzeichnete Arafura einen Vertrag mit einem indischen Magnethersteller. Dieser nimmt jährlich bis zu 500 Tonnen des Rohstoffs ab. Der Konzern liefert bereits an Hyundai, Kia und Siemens Gamesa.

Management wechselt vor dem Spatenstich

Parallel zum Projektstart ordnet das Management die Finanzen neu. Ein neuer Finanzvorstand übernahm am 13. Juli die Leitung. Er soll den Konzern durch die kapitalintensive Bauphase führen. Die erste Produktion aus der Mine ist für Mitte 2029 geplant.

An der Börse herrscht aktuell Pessimismus. Die Aktie verlor im letzten Monat rund 22 Prozent an Wert. Mit einem RSI von unter 30 gilt das Papier jedoch als technisch überverkauft. Anleger blicken nun auf den offiziellen Spatenstich im September.

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