Arafura: Angela Bigg neue CFO zum 31. August

Arafura Rare Earths vollzieht Führungswechsel beim CFO und startet mit gesicherter Finanzierung das Nolans-Projekt im September.

Auf einen Blick:
  • Neue Finanzchefin Angela Bigg ab August
  • Kapitalerhöhung bringt 350 Millionen Dollar
  • Liefervertrag mit indischem Magnethersteller
  • Baubeginn der Mine für September geplant

Arafura Rare Earths stellt die Weichen für die Realisierung seines Nolans-Projekts. Nach fast 18 Jahren im Amt räumt Finanzchef Peter Sherrington seinen Posten. Dieser Wechsel markiert den entscheidenden Übergang von der langjährigen Finanzierungsphase in die operative Umsetzung.

Neue Expertise für den Projekthochlauf

Angela Bigg übernimmt zum 31. August die Position des CFO. Sie verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im globalen Bergbausektor. Peter Sherrington bleibt dem Unternehmen bis Ende Oktober erhalten, um eine strukturierte Übergabe der Geschäfte zu gewährleisten.

Dieser Schritt kommt zu einem strategisch gewählten Zeitpunkt. Das Unternehmen hat die Phase der Kapitalbeschaffung weitgehend abgeschlossen. Nun steht die physische Errichtung der Mine und der Verarbeitungsanlagen im australischen Northern Territory im Vordergrund.

Kapitalbasis für den Bau gesichert

Flankiert wird der Personalwechsel durch den Abschluss einer massiven Kapitalmaßnahme. Eine institutionelle Platzierung brachte dem Unternehmen insgesamt 350 Millionen Dollar ein. Die finale Tranche wurde am 9. Juli mit der Ausgabe von 671 Millionen neuen Aktien erfolgreich beendet.

Die frischen Mittel sind für den geplanten Baustart im September 2026 reserviert. Parallel dazu festigt Arafura seine künftigen Absatzwege. Ein neuer Liefervertrag mit einem indischen Magnethersteller sieht die Abnahme von jährlich 500 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid vor.

Marktposition und Kursentwicklung

Das Projekt soll ab der zweiten Jahreshälfte 2029 rund vier Prozent des weltweiten Bedarfs an diesen kritischen Rohstoffen decken. Diese strategische Bedeutung spiegelt sich bisher nur bedingt im Aktienkurs wider. Die Aktie schloss zuletzt bei 0,15 Euro.

Damit notiert das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,30 Euro. Innerhalb der letzten zwölf Monate steht jedoch ein Plus von rund 38 Prozent zu Buche. Kurzfristig belastete der Verwässerungseffekt durch die ausgegebenen Gratisaktien die Notierung.

Die nächsten Meilensteine sind nun rein operativer Natur. Bis zum ersten Spatenstich im September müssen die letzten Details der Bauplanung finalisiert werden. Der Erfolg der neuen Führung hängt jetzt an der termingerechten Umsetzung bis zum Produktionsstart 2029.

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