Aluminiumpreis explodiert: Das steckt dahinter!

Angriffe auf wichtige Aluminiumhersteller im Nahen Osten führen zu einem deutlichen Preisanstieg und verschärfen die Versorgungslage auf dem Weltmarkt.

Auf einen Blick:
  • Iran attackiert zwei große Aluminiumproduzenten
  • Emirates Global Aluminium meldet erhebliche Schäden
  • Nahe Osten liefert rund neun Prozent der Weltversorgung
  • Händler erwarten sinkende globale Lagerbestände

Der Aluminiumpreis stieg am Montagvormittag deutlich an. In London kostete eine Tonne des Leichtmetalls etwa 3.448 US-Dollar und damit 5,3 % mehr als am Vortag (Stand: 30.03.2026, 11:30 Uhr).

Aluminiumpreis: Iran attackiert Produzenten in der Golfregion

Verantwortlich für den jüngsten Kursanstieg ist erneut der Iran-krieg, der den Aluminiumpreis in den letzten Wochen unterm Strich bereits unterstützte. Am Wochenende hat der Iran nun zwei große Aluminiumproduzenten im Nahen Osten angegriffen.

Besonders betroffen ist Emirates Global Aluminium (EGA), der größte Hersteller der Region. Das Unternehmen meldet laut Bloomberg „erhebliche Schäden“ an seinem Standort Al Taweelah in Abu Dhabi; mehrere Mitarbeiter wurden verletzt. Auch Aluminium Bahrain prüft Schäden an seiner Anlage. Die Angriffe verschärfen die Lage einer Branche, die bereits massiv unter der faktischen Blockade der Straße von Hormus leidet – dem wichtigsten Exportkorridor der Region.

Aluminiumpreis: Sinkende Lagerbestände erwartet

Da rund 9 % der weltweiten Aluminiumversorgung aus dem Nahen Osten stammen und ein Großteil davon nun blockiert oder beschädigt ist, steigen die Preise weiter. Händler rechnen mit engeren Märkten und sinkenden globalen Lagerbeständen. Laut Goldman Sachs dürfte das die Weltwirtschaft zusätzlich belasten.

EGA betont, dass man über Metallbestände im Ausland verfüge, um Kunden weiter zu beliefern. Das Unternehmen ist ein zentraler Industriekonzern der VAE und investiert derzeit stark in den USA, wo es eine neue Schmelzanlage in Oklahoma baut und bereits eine Recyclinganlage in Minnesota betreibt.

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