Neuer Finanzchef, bevorstehende Aufnahme in den Russell 1000 und eine Mine kurz vor der vollen Produktion — bei Almonty Industries verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Der Wolfram-Produzent steht vor einer der wichtigsten Wochen seiner Unternehmensgeschichte.
Neuer CFO, neue Kapitalmarkt-Ambitionen
Jorge Beristain übernimmt ab Montag das Amt des Finanzchefs. Er bringt erhebliche Erfahrung mit: Zuletzt war er als Vice President of Finance bei Ryerson Holding Corp tätig, einem Metallhändler mit rund fünf Milliarden Dollar Umsatz. Davor leitete er als CFO die Central Steel & Wire Co., eine Ryerson-Tochter mit 800 Millionen Dollar Umsatz. Früher arbeitete Beristain als Managing Director bei Deutsche Bank Securities, wo er das Equity Research für Metalle und Bergbau in Amerika verantwortete.
Sein Vorgänger Brian Fox hat das Unternehmen verlassen. Übergangsweise führte Entwicklungschef Guillaume de Lamaziere die Finanzabteilung. Beristains Profil passt zu einem Unternehmen, das sich gerade von einem Explorationswert zu einem produzierenden Rohstoffkonzern wandelt.
Russell-1000-Aufnahme rückt näher
FTSE Russell hat Almonty Industries auf die vorläufige Liste der Neuzugänge für den Russell 1000 und den Russell 3000 gesetzt. Die Aufnahme soll Ende Juni 2026 wirksam werden. Das ist kein Nebenereignis: Indexaufnahmen zwingen passive Fonds zum Kauf. Das verbessert Liquidität und institutionelle Sichtbarkeit strukturell — nicht nur kurzfristig.
Der Kurs spiegelt die Erwartungen bereits wider. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 563 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 117 Prozent. Mit einem RSI von 98,6 ist die technische Überhitzung allerdings kaum zu übersehen.
Sangdong: Volle Kapazität bis Q3
Das Herzstück der Investmentstory ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Phase 1 ist in Betrieb. Die Anlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert dabei etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Die volle kommerzielle Produktion erwartet das Unternehmen im dritten Quartal 2026.
Phase 2 soll 2027 folgen. Dann verdoppelt sich die Kapazität auf rund 1,2 Millionen Tonnen Erz und 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat jährlich. Bei voller Auslastung würde Sangdong etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.
Parallel wertet Almonty das neu erworbene Gentung-Browns-Lake-Projekt in Montana aus. Die Ressource umfasst 7,53 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,315 Prozent Wolframtrioxid. Die Produktion könnte noch Ende 2026 starten — sofern die Abbaugenehmigung erteilt wird. Geplant sind rund 140.000 Tonneneinheiten pro Jahr.
Preisumfeld und Analystenstimmen
Der strukturelle Rückenwind bleibt stark. Die USA verbieten ab 2027 Wolfram-Importe aus China für die Rüstungsbeschaffung. Chinesische Exportkontrollen und der Abbau von Subventionen haben die Preise bereits nach oben getrieben. Substitution gilt als technisch kaum möglich.
Alliance-Global-Analyst Jake Sekelsky hat sein Kursziel von 19,25 auf 26,25 Dollar angehoben und hält an seiner Kaufempfehlung fest. Neun Analysten vergeben im Schnitt das Rating „Strong Buy“. Das mittlere Kursziel liegt bei 23,62 Dollar — rund 20 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Die Aktie notiert mit 28,75 australischen Dollar knapp zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 32,51 Dollar. Wer jetzt einsteigt, wettet darauf, dass Sangdong die Produktionsziele hält und die Indexaufnahme tatsächlich frisches institutionelles Kapital anzieht. Beides ist realistisch — aber keines davon ist garantiert.
Almonty IndustriesDRC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty IndustriesDRC-Analyse vom 31. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Almonty IndustriesDRC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty IndustriesDRC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty IndustriesDRC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
