Almonty Industries hat heute offiziell den Startschuss für sein Aktienrückkaufprogramm 2026 gegeben. Das Unternehmen ist nun berechtigt, bis zu 14.400.000 Stammaktien zurückzukaufen – rund 5 Prozent der ausstehenden Anteile. Der Gesamtbetrag kann bis zu 300 Millionen US-Dollar erreichen, das Programm läuft bis zum 24. August 2029.
Der Zeitpunkt fällt in eine Phase, in der Almonty operativ und finanziell erheblich an Substanz gewonnen hat. Der Verwaltungsrat hatte das Rückkaufprogramm bereits am 17. August genehmigt und dabei ausdrücklich auf eine Diskrepanz zwischen dem aktuellen Aktienkurs und dem inneren Wert der strategischen, nicht-chinesischen Wolfram-Assets des Unternehmens verwiesen.
Starke Zahlen als Fundament
Die Grundlage für diese Einschätzung liefern die Quartalszahlen, die Almonty am 11. August veröffentlicht hat. Für das zweite Quartal 2026, das am 30. Juni endete, meldete das Unternehmen einen Umsatz von 43,0 Millionen kanadischen Dollar – ein Plus von 498 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadischen Dollar, nach einem Verlust von 58,2 Millionen kanadischen Dollar im Vergleichsquartal 2025. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 17,6 Millionen kanadischen Dollar. Getrieben wurden die Ergebnisse von europäischen APT-Wolframpreisen, die im Schnitt bei 3.075 US-Dollar pro MTU lagen.
Parallel dazu wies das Unternehmen zum Stichtag eine Kassenposition von 1,23 Milliarden kanadischen Dollar aus. Diese resultiert unter anderem aus einer im Juni abgeschlossenen, überzeichneten Anleiheemission über 800 Millionen US-Dollar mit einem Kupon von 2,25 Prozent und Fälligkeit 2031. Mit dieser Liquiditätsbasis konnte Almonty zudem seinen KfW-Kredit vollständig zurückzahlen – ein Schritt, der bereits vor gut einem Monat erfolgte und die Bilanz weiter entlastet hat.
Langfristiger Liefervertrag ausgebaut
Neben den Finanzkennzahlen meldete Almonty am 11. August eine Erweiterung seines langfristigen Abnahmevertrags mit Global Tungsten & Powders LLC. Die Laufzeit wurde um sechs Jahre verlängert, die vertraglich vereinbarten Volumina steigen um 40 Prozent, und die Preiskonditionen verbessern sich um rund 6,3 Prozent.
Ein solcher Vertrag verschafft Planungssicherheit für die kommenden Jahre und untermauert die Position des Unternehmens als Anbieter von Wolfram außerhalb Chinas.
Die Analysten von GBC AG hatten am 20. August in einer Research-Note ein Kaufvotum mit Kursziel 30,00 US-Dollar bis Jahresende 2027 ausgesprochen und dabei auf den Übergang der Sangdong-Mine von der Bauphase zur kommerziellen Verarbeitung von Lagerbestand im Juli hingewiesen.
Institutionelles Interesse wächst
Auch bei institutionellen Investoren zeigt sich zunehmendes Interesse an Almonty. Bank of America hatte in einer Aufsichtsmeldung offengelegt, seine Beteiligung im ersten Quartal um 309,6 Prozent auf 908.911 Aktien im Wert von rund 13,2 Millionen US-Dollar aufgestockt zu haben. Das nun gestartete Rückkaufprogramm signalisiert, dass auch das Unternehmen selbst von einer Unterbewertung überzeugt ist – ein Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung, die von deutlichen Abschlägen geprägt war.
Der nächste wichtige Termin für Anleger folgt am 15. November, wenn Almonty die Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegt und ein operatives Update zum Hochlauf der Sangdong-Mine liefert.
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