Auf dem Kurszettel zeigt Almonty Industries in den letzten Wochen Schwäche. Operativ drückt der Wolfram-Produzent dagegen aufs Tempo. Ein massives Analysten-Upgrade und der Umzug in die USA markieren einen strategischen Wendepunkt.
Die Investmentbank Sphene Capital bewertet die jüngsten Quartalszahlen als klaren Beleg für eine Transformation. Analyst Peter Thilo Hasler hob das Kursziel am Freitag von 20,10 auf 37,40 Kanadische Dollar an. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 48 Prozent.
Grundlage ist ein Bewertungsmodell, das die aktuellen Minen und künftige Projekte wie die Sangdong-Mine in Südkorea einbezieht.
Rekordpreise treiben Cashflow
Im ersten Quartal profitierte das Unternehmen von extremen Hebeleffekten. Rekordpreise für Wolfram von zeitweise über 3.100 US-Dollar pro MTU trieben die Profitabilität steil nach oben. Die Einnahmen aus dem Minenbetrieb sprangen auf 13,0 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 0,8 Millionen.
Unter dem Strich stand zwar ein Nettoverlust von 5,3 Millionen US-Dollar. Dieser resultiert jedoch aus nicht-zahlungswirksamen Abschreibungen auf Derivate. Bereinigt um diese Buchhaltungseffekte drehte der operative Cashflow mit 9,7 Millionen US-Dollar deutlich ins Plus. Das finanzielle Polster bleibt mit liquiden Mitteln von knapp 260 Millionen US-Dollar komfortabel.
Fokus auf die US-Rüstungsindustrie
Parallel dazu baut das Management die Unternehmensstruktur um. Almonty verlegt seinen Hauptsitz vom kanadischen Toronto nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Der Schritt zielt direkt auf die amerikanische Rüstungs- und Industriebranche ab. Für diese Abnehmer stellt Wolfram ein kritisches Mineral dar.
Um diese Phase zu begleiten, übernimmt Jorge Beristain ab Juni den Posten des Finanzchefs. Hauptaufgabe wird die kommerzielle Skalierung der südkoreanischen Sangdong-Mine sein. Die Anlage feierte im März ihre offizielle Inbetriebnahme. Jetzt fährt der Betreiber die Produktion hoch.
An der Börse sorgten diese Entwicklungen zuletzt für hohe Volatilität. Nach einem Kursrückgang von knapp 17 Prozent auf Monatssicht schloss die Aktie am Freitag bei 24,02 Kanadischen Dollar. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von fast 100 Prozent auf der Anzeigetafel.
In der neuen Handelswoche rückt die Kostenstruktur in den Mittelpunkt. Investoren achten darauf, ob die Einnahmen aus der Sangdong-Mine die gestiegenen Verwaltungskosten von zuletzt 7,1 Millionen US-Dollar zeitnah ausgleichen. Stabile globale Spotpreise für Wolfram bilden dafür die Grundvoraussetzung im laufenden zweiten Quartal.
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