Almonty Aktie: Sangdong startet am 1. Juli

Almonty Industries startet die Wolfram-Produktion in Südkorea, während der Aktienkurs durch eine Wandelanleihe belastet wird.

Auf einen Blick:
  • Produktion in Sangdong-Mine angelaufen
  • Kursrückgang trotz operativer Fortschritte
  • Wandelanleihe über 800 Millionen USD
  • Fokus auf US-Markt ab 2027

Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei Almonty Industries klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Wolfram-Spezialist vollzieht einen historischen Wandel. Die Aktie stürzt trotzdem ab.

Der Markt ignoriert die fundamentale Lage. Globale Vorräte für Wolfram schrumpfen nach chinesischen Exportbeschränkungen rasant. Dennoch notiert das Papier fast 40 Prozent unter dem April-Hoch. Analysten sehen die Ursache in einer frischen Wandelanleihe.

Das Unternehmen sammelte 800 Millionen US-Dollar ein. Das Paket bringt einen Zins von 2,25 Prozent. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar. Diese massive Kapitalmaßnahme drückt technisch den Kurs. Sie füllt aber die Kasse für die anstehende Expansion.

Vom Entwickler zum Produzenten

Operativ liefert der Konzern ab. Am 1. Juli 2026 startete die Anlage der südkoreanischen Sangdong-Mine. Almonty wechselt damit offiziell vom Entwickler zum produzierenden Unternehmen. Die Maschinen verarbeiten eingelagertes Material zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat.

Parallel dazu läuft ein massives Bohrprogramm. Rund 12.000 Meter sollen zusätzliche Molybdän-Vorkommen nahe der bestehenden Mine bestätigen. Dieses Metall ist in der Rüstungsindustrie und im Hightech-Sektor extrem gefragt.

Countdown für US-Lieferketten

Der strategische Fokus wandert nun in die USA. Almonty hat seinen Hauptsitz nach Dillon in Montana verlegt. Ab 2027 verbieten US-Gesetze chinesisches Wolfram für militärische Zwecke. Ein radikaler Schnitt. Almonty will diese Versorgungslücke mit globalen Assets und dem US-Projekt Gentung füllen.

Die strukturelle Neuausrichtung lockt bereits großes Geld an. Seit Ende Juni notiert Almonty in den US-Indizes Russell 1000 und Russell 3000. Das zwingt passive ETFs zum Einstieg. Hält der Konzern das Produktionstempo, greift er bis zu den Regulierungsfristen 2027 nach einer Schlüsselrolle für die westliche Rüstungsindustrie.

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