Medienberichte konkretisierten am Freitag die geplanten Dimensionen für den Ausbau der südkoreanischen Sangdong-Mine. Für die sogenannte Phase II peilt Almonty Industries eine jährliche Verarbeitungskapazität von bis zu 1,2 Millionen Tonnen an, deren Fertigstellung für 2027 angestrebt wird. Gestern beendete die Aktie den Handel bei 12,04 Euro.
Mit diesem Großprojekt soll der Standort langfristig zu einem der bedeutendsten Wolframlieferanten außerhalb Chinas ausgebaut werden. Die Vorarbeiten für die zweite Entwicklungsstufe laufen bereits parallel zur schrittweisen Inbetriebnahme der bestehenden Anlagen vor Ort.
Schrittweiser Hochlauf der Verarbeitungskapazitäten
Wie das Unternehmen den Aktionären mitteilte, läuft die Aufbereitungsanlage in Sangdong täglich für 13 Stunden. Geplant ist, den Betrieb auf die vollen 24 Stunden auszuweiten. Vor gut einer Woche meldete Almonty die erste Wolframkonzentrat-Produktion in Sangdong, seither legte der Kurs um 3,5 Prozent zu.
Damit nahm das Unternehmen die Wolframförderung an der Lagerstätte erstmals seit 1993 wieder auf. Vorausgegangen war die behördliche Abnahme: Almonty erhielt in Südkorea die Inspektionszertifikate für die Verarbeitungs- und Brechanlagen, womit der kommerzielle Betrieb sowie der Verkauf von Konzentrat offiziell genehmigt wurden. Erste Gebinde stehen nach Unternehmensangaben für die Ausfuhr bereit.
Vorbereitungen für Inlandsmarkt und Export
Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde für den anstehenden Abtransport ein erstes verkaufsfähiges Konzentratgebinde mit einem Gewicht von rund einer Tonne fertiggestellt. Der Hochlauf der Anlage soll künftig sowohl die inländische Versorgung in Südkorea sichern als auch den weltweiten Export bedienen.
Parallel zu den operativen Fortschritten schloss Almonty am Freitag auch ein juristisches Verfahren ab. Nach einem Vergleich gab das Unternehmen Pure Tungsten eine berichtigende Erklärung ab. Darin wurde bestätigt, dass Tiger Kim bei Almonty zu keinem Zeitpunkt eine Funktion als Führungskraft, leitender Angestellter oder Direktor ausgeübt hat. Dessen Tätigkeit als unabhängiger Auftragnehmer endete bereits am 31. Dezember 2015.
Fokus auf den Zeitplan bis 2027
Nach der Beilegung der juristischen Differenzen konzentriert sich das Unternehmen auf die operative Umsetzung. Maßgeblich für die weitere Entwicklung bleibt das Erreichen des vollen Schichtbetriebs sowie die Einhaltung des Zeitplans für Phase II.
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