Der Rohstoffkonzern Almonty Industries baut seine Absatzkanäle für Wolfram weiter aus. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen eine langfristige Liefervereinbarung über Wolframkonzentrat mit Wolfram Bergbau und Hütten geschlossen. Das österreichische Verarbeitungsunternehmen gehört zur schwedischen Sandvik Group und zählt zu den etablierten Akteuren im europäischen Verarbeitungsmarkt.
Langfristige Abnahme für Konzentrat
Konkrete Konditionen des Abkommens bezüglich Liefermengen, Laufzeit oder Preisgestaltung wurden in den Berichten nicht genannt. Die Vereinbarung zielt jedoch darauf ab, die Versorgung mit dem strategisch wichtigen Industriemetall abzusichern. Für Almonty markiert der Vertrag einen weiteren Schritt bei der Vermarktung künftiger Konzentratmengen an westliche Weiterverarbeiter.
Der Schritt fügt sich in die jüngsten strategischen Initiativen des Unternehmens ein. Am vergangenen Montag hatte Almonty eine verbindliche Vereinbarung mit der Regierung von Ruanda getroffen.
Im Rahmen dieser Partnerschaft erhält Ruanda einen Anteil von 25 Prozent an Almonty Rwanda. Im Gegenzug bringt das Land die Shyorongi-Wolfram-Explorationskonzession sowie eine Lizenz zur Mineralienverarbeitung in das Vorhaben ein, während Almonty 75 Prozent der Anteile behält.
Fokus auf westliche Lieferketten
Die Transaktion in Ruanda wird laut Reuters durch ein US-Wirtschaftsabkommen gestützt. Das Ziel beider Partner ist es, die Produktion und Verarbeitung auszubauen und damit das Angebot an Wolfram außerhalb chinesischer Lieferketten zu vergrößern.
Hintergrund dieser Bemühungen sind auch bevorstehende Vorgaben für US-Verteidigungslieferketten, bei denen Wolfram eine zentrale Rolle in der Rüstungs- und Hochtechnologieindustrie einnimmt. Das Metall stand in diesem Zusammenhang zuletzt wiederholt im Fokus von Branchenberichten zu strategischen Zulieferstrukturen für Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen.
Am Markt verzeichneten die Papiere des Unternehmens eine spürbare Bewegung. Im heutigen Handel legte die Almonty-Aktie um 3,9 Prozent auf 12,19 Euro zu. Marktberichten von Reuters zufolge lagen dabei keine bestätigten Übernahmeangebote oder branchenweiten Sondereffekte vor, die für die Schwankungen ausschlaggebend gewesen wären.
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