Südkorea geht das Molybdän aus. Die Regierung in Seoul drängt private Bergbauunternehmen zur Eile. Almonty Industries reagiert auf diesen Druck. Der kanadische Konzern beschleunigt sein Bohrprogramm auf dem Sangdong-Projekt massiv.
Strategischer Engpass
Bis Mitte Juni hat das Unternehmen 37 Prozent der geplanten Bohrungen abgeschlossen. Das umfasst einen großen Teil der anvisierten 12.000 Bohrmeter. Erste Laborergebnisse bestätigen die historischen Daten. Die Qualität des Vorkommens scheint gesichert. Die aktuellen Bohrungen sollen alte Funde überprüfen und die Ressource besser eingrenzen.
Molybdän ist für die Rüstungs- und Luftfahrtindustrie unverzichtbar. Das Metall macht Spezialstahl extrem hitzebeständig. Die Folge: Der globale Spotpreis stieg im vergangenen Jahr um gut 23 Prozent. Almonty nutzt diese Preisrallye. Der Konzern baut auf seine bestehende Infrastruktur aus dem Wolfram-Abbau in Südkorea. Das spart Zeit und senkt die Investitionskosten. Das Projekt könnte sich so zu einer stabilen heimischen Quelle entwickeln.
Globale Suche nach Reserven
Weltweit rücken kritische Metalle in den Fokus. In Australien erhielt Tivan Limited kürzlich staatliche Fördergelder. Der Zuschuss über 141.237 Australische Dollar fließt in drei neue Diamantbohrungen. Das Molyhil-Projekt soll dort auf Wolfram und Molybdän getestet werden. Indes meldet Sterling Metals aus Kanada neue Funde. Auf dem Soo-Kupferprojekt stießen die Bohrer in der Tiefe auf ein neues Molybdän-Ziel. Die Suche nach verlässlichen Lieferketten treibt die gesamte Branche an.
Für Almonty Industries rückt die Produktionsphase näher. Sobald das Bohrprogramm die Ausmaße des Erzkörpers bestätigt, will das Management den Abbau direkt starten. Die anstehende Ressourcenkalkulation liefert die Basis für die finale wirtschaftliche Bewertung. Danach will der Konzern nahtlos in die Förderung übergehen.
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