PKV Beiträge: Geld ist nicht alles!

PKV Beiträge sind zweifellos ein wichtiges Thema für privat Krankenversicherte. Doch für längst nicht jeden scheinen die auch an erster Stelle zu stehen.

Es dürfte mittlerweile keine Neuigkeit mehr sein, dass die PKV Beiträge im Jahr 2022 teils deutlich zugelegt haben. Wer davon direkt betroffen ist, dürfte die entsprechende Mitteilung bereits vor einigen Monaten erhalten haben. Überraschend ist hingegen, was eine aktuelle Untersuchung der Rechtsanwälte von rightmart zu Tage gefördert hat. Offenbar sind für viele privat Krankenversicherte die Kosten bisher nicht unbedingt das größte Ärgernis.

Ein solches Bild ergab sich zumindest nach Auswertung von gut 1.400 Bewertungen auf der Plattform Trustpilot. Dort wurden Mängel beim Kundenservice am häufigsten als Grund für eine Beschwere genannt. In 663 der untersuchten Fälle führte dies zu einer Beanstandung. Nicht einmal halb so viele Beschwerden waren auf die Höhe der monatlichen Beiträge zurückzuführen und noch davor lagen die Serviceleistungen, die in 458 Fällen angekreidet wurden.

Die Begeisterung hält sich in Grenzen

Allerdings berichten auch nur ausgesprochen wenige Versicherte davon, dass sie mit den Kosten ihrer privaten Krankenversicherung besonders zufrieden wären. Lediglich 59 positive Erwähnungen ließen sich im Rahmen der Untersuchung feststellen. Beim Kundenservice und den Serviceleistungen lagen die Ergebnisse deutlich über diesem Wert. Auch wenn viele nicht direkt etwas an ihren PKV Beiträgen auszusetzen zu haben scheinen, so zeigt sich hier also doch noch Luft nach oben.

Wie aussagekräftig das Ganze ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Berücksichtigt wurden den Angaben von rightmart zufolge lediglich Bewertungen zum Stichtag am 24. Januar 2022 und untersucht wurden auch nur die größten und bekanntesten Versicherer wie etwa AXA, Signal Iduna, Gothaer oder Debeka. Noch dazu dürften viele Trustpilot nicht zur Bewertung ihrer PKV nutzen, viele dürften nicht einmal über die Existenz der Plattform im Bilde sein. Ein allgemeingültiges Stimmungsbild ergibt sich aus der Analyse also eher nicht, zumindest erhalten Interessierte aber eine Idee davon, wie es derzeit um die Zufriedenheit der privat Krankenversicherten in Deutschland bestellt ist.

HUK-Coburg setzt sich an die Spitze

Ebenfalls interessant: in Sachen Bewertung konnte die Huk-Coburg sich an die erste Stelle mit durchschnittlich 3,68 Sternen setzen. Die PKV des Unternehmens erhielt gleichzeitig mit 393 Bewertungen die meisten Einreichungen. Wie viele davon aufgrund von besonders niedrigen oder fairen Preisen zustande kamen, wurde allerdings nicht weiter aufgedröselt. Viele Konkurrenten können aber nur von einem ähnlichen Urteil träumen.

Recht abgeschlagen auf dem letzten Platz landete AXA, wo im Schnitt nur 1,13 Sterne vergeben wurden. Das spricht für eine enorme Unzufriedenheit, welche dem Versicherer zumindest an diesem einen Tag entgegengeschlagen ist. Unter dem Strich lässt sich aber in jedem Fall festhalten, dass niedrige PKV Beiträge bei privaten Krankenversicherung längst nicht der entscheidende Faktor für viele Mitglieder sind. In den meisten Fällen spielt es eine große Rolle, welche Leistungen für die monatlichen Prämien erhalten werden und wie es um den Service der Anbieter bestellt ist.

Die Kosten sind nicht in Stein gemeißelt

Da ein Wechsel zu einer anderen PKV für viele nicht in Frage kommt, sind nicht wenige privat Krankenversicherte in Sachen Service ihrem Anbieter ausgeliefert. Ändern kann aber jeder etwas an den anderen zwei hier genannten Faktoren. Sowohl die Leistungen als auch die Kosten in der PKV lassen sich durch einen PKV Wechsel nach Belieben anpassen. Innerhalb des gleichen Anbieters bleiben von einem solchen Altersrückstellungen sogar unangetastet.

Zumindest all jenen, die bei Trustpilot über zu hohe Kosten klagen, sei daher ans Herz gelegt, Alternativen zu prüfen. Im Falle von Beitragserhöhungen sorgt das Sonderkündigungsrecht in der PKV dafür, dass eventuelle Kündigungsfristen nicht beachtet werden müssen. Liegt also ein Brief mit der Ankündigung steigender Prämien im Briefkasten, können Versicherte dem im Zweifel aktiv entgegenwirken. Oftmals ist ein solcher Tarifwechsel auch nicht zwingend mit dem Verzicht auf Leistungen verbunden. Wer sich hier allerdings etwas in Verzicht übt, verfügt selbstredend über das höchste Einsparpotenzial bei den monatlichen Zahlungen. Gerade nach vielen Jahren im gleichen Tarif darf über etwaige Anpassungen nachgedacht werden.

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