Philips-Aktie: Aktien brechen ein!

Philips verzeichnet Q2-Verlust und aktualisiert Ausblick für FY22.

Die Aktien von Philips Electronics NV verloren im Vormittagshandel in Amsterdam sowie im vorbörslichen Handel an der New Yorker Börse mehr als 10 Prozent, nachdem der niederländische Unterhaltungselektronikriese am Montag wegen schwacher Umsätze einen Verlust in seinem zweiten Quartal gegenüber einem Gewinn im Vorjahr gemeldet hatte.

Wachstum ab dem 3. Quartal erwartet

Mit Blick auf die Zukunft sagte das Unternehmen, es erwarte, dass es ab dem dritten Quartal wieder wachsen werde, mit vergleichbarem Umsatzwachstum und verbesserter Rentabilität in der zweiten Jahreshälfte.

Weiterhin revidierte Philips den Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 auf ein vergleichbares Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent und eine bereinigte EBITA-Marge von rund 10 Prozent, getrieben von einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2022. Zuvor war das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent ausgegangen.

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Für den Zeitraum 2023 bis 2025 erwartet Philips nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent und eine bereinigte EBITA-Marge von 14 bis 15 Prozent, mit einer weiteren Verbesserung danach.

Frans van Houten, CEO

‚Mit Blick auf 2023 und darüber hinaus sehen wir zwar weiterhin Risiken und ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld, aber wir erwarten, dass unsere Supply-Chain-Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten und zu einer deutlichen Verbesserung der Umwandlung unseres Auftragsbestandes in Umsatz führen werden. Unsere Preisgestaltung und unsere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung werden die Margen erhöhen.‘

Nettoverlust von 22 Millionen Euro

Für das zweite Quartal betrug der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust 22 Millionen Euro oder 0,02 Euro je Aktie, verglichen mit einem Nettogewinn von 150 Millionen Euro oder 0,16 Euro je Aktie im Vorjahr. Der Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 24 Millionen Euro oder 0,03 Euro je Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 65 Millionen Euro oder 0,07 Euro vor einem Jahr.

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Das den Aktionären zurechenbare bereinigte Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 130 Millionen Euro oder 0,14 Euro je Aktie, verglichen mit 366 Millionen Euro oder 0,40 Euro je Aktie im Vorjahr. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit belief sich auf 11 Millionen Euro, gegenüber 85 Millionen Euro im Vorjahr.

Das bereinigte EBITA betrug 216 Millionen Euro oder 5,2 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 532 Millionen Euro oder 12,6 Prozent vom Umsatz im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 461 Mio. Euro oder 11 Prozent des Umsatzes, verglichen mit 762 Mio. Euro oder 18 Prozent des Umsatzes im Vorjahr.

Umsatzrückgang

Der Umsatz im zweiten Quartal ging um 1 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro zurück, verglichen mit 4,23 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Umsätze in den reifen Märkten stiegen um 4 Prozent, mit einem starken Wachstum in Nordamerika, trotz der Schwäche in Westeuropa. Der Umsatz in den Wachstumsregionen ging um 13 Prozent zurück.

Der vergleichbare Umsatz ging im letzten Quartal um 7 Prozent zurück, was vor allem auf anhaltende Lieferengpässe und längere Sperrungen in China sowie auf Inflationsdruck und den Russland-Ukraine-Krieg zurückzuführen ist. Der vergleichbare Umsatz in China ging in diesem Quartal um fast 30 Prozent zurück. Im zweiten Quartal stieg der vergleichbare Auftragseingang um 1 Prozent und enthält einen negativen Einfluss von 5 Prozentpunkten im Zusammenhang mit China.

Philips-Aktie sinkt

In Amsterdam notierte die Philips-Aktie mit einem Minus von 10,8 Prozent bei 19,41 Euro. Im vorbörslichen Handel an der NYSE wurden die Philips-Aktien bei 19,86 Dollar gehandelt, ein Minus von 10,3 Prozent.

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