Das Unternehmen ist heftig umstritten, von Datenschützern genauso wie von Menschenrechtlern, der Aktie allerdings hat das lange Zeit nicht geschadet: An der Nasdaq versechsfachte sich die Aktie des Datenspezialisten Palantir zwischen April 2024 und Februar 2026 im Wert, von 20 bis auf 125 US-Dollar. Doch seit zwei Wochen kennen die Papiere praktisch nur noch einen Weg: stramm nach unten. Nach einem weiteren Einbruch um gut zehn Prozent am Donnerstag an der Nasdaq, notiert Palantir aktuell 35 Prozent tiefer bei 80 Dollar. Das könnte auch mit zweifelhaften Insider-Verkäufen zu tun haben.
Palantir-Aktie kollabierte nach Medienbericht
Primärer Auslöser des Kursrutsches war ein Bericht der Washington Post, demzufolge das US-Verteidigungsministerium die Militärausgaben kürzen wolle. Die US-Regierung gehört zu den wichtigsten Kunden von Palantir, die Auftragssumme von dort war 2024 um 45 Prozent auf einen neuen Rekordstand von 343 Millionen Dollar gestiegen. Die Nachricht ließ dann aber wohl doch viele daran zweifeln, ob Palantir die extrem hohe Bewertung von zeitweilig dem 62-fachen des erwarteten Umsatzes rechtfertigt. Ein weiterer, belastender Faktor kommt offenbar dazu.
Laut Jefferies-Analyst Brent Thill hat Alex Karp, CEO von Palantir, in den letzten zwei Wochen Aktien im Wert von 45 Millionen US-Dollar verkauft, wie aktiencheck.de berichtet. Dies folge auf seine „umfangreichen Verkäufe“ von über 2 Milliarden Dollar im Jahr 2024.
- Alex Karp habe bereits 21 Prozent seines Gesamtanteils an Palantir verkauft, heißt es in dem Bericht
- „Sein aktueller Rule 10b5-1-Trading-Plan erlaubt weitere 17 Millionen Aktienverkäufe bis September 2026.“
Palantir-CEO Karp verkaufte Aktien im Milliardenwert
Signifikante Insider-Verkäufe können laut Jefferies „als Warnsignal gewertet werden, da sie darauf hindeuten könnten, dass das Management selbst nicht mehr von weiterem Kurspotenzial überzeugt ist“. 2 Milliarden in einem Jahr seien eine außergewöhnlich hohe Summe, die Zweifel an der langfristigen Ausrichtung von Karp wecken könnte. Die Anleger, so scheint es, schließen sich dieser Skepsis mittlerweile an.
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