Palantir-Aktie: Da kann die Konkurrenz nicht mithalten!

Obwohl Datenschützer warnen, nimmt die weltweite Nachfrage nach den Palantir-Diensten immer weiter zu. Heftige Kursausschläge sind bei dem Titel ebenfalls garantiert.

Wenn es um datengetriebene Software-Lösungen geht, vertrauen immer mehr Regierungen und Behörden Palantir. Auch das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) wird künftig ein Analysesystem der deutschen Tochter des umstrittenen US-Datensammlers nutzen. So erhielt die Palantir Technologies GmbH den Zuschlag für das Verfahrensübergreifende Recherche- und Analysesystem (VeRA) des BLKA, teilte die Behörde am Montag mit.

VeRA soll bereits vorhandene Informationen aus verschiedenen Datenbanken verknüpfen, die der Polizei zur Verfügung stehen. Neue Daten würden hingegen nicht erhoben, versicherte das BLKA. Mit dem System soll frühestens ab Ende des Jahres gearbeitet werden.

Bayern könnte damit Vorreiter für andere Bundesländer werden. Der Freistaat hat laut BLKA federführend einen Rahmenvertrag geschlossen. Polizeien von Bund und Länder könnten nun ohne zusätzliche Vergabeverfahren einsteigen.

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Hilfe bei Corona-Bekämpfung in den USA

Erst vor zwei Wochen hatte Palantir einen sechsmonatigen und auf 5,3 Millionen US$ dotierten Vertrag mit den US-amerikanischen Centers for Desease Control (CDC) unterzeichnet. Damit baut das Unternehmen seine Rolle als Technologiepartner der Regierungsbehörde bei der Covid-19-Bekämpfung weiter aus.

Mitte 2020 hatte das US-Gesundheitsministerium Palantir bereits ausgewählt, um mit der Tiberius-Plattform des Unternehmens die Impfstoffverteilung im Land zu koordinieren. Mit dem neuen Vertrag soll die Software des Datensammlers zusätzlich die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten und die Verteilung weiterer wichtiger Therapeutika verbessern.

Kritik und Skepsis am Geschäftsmodell

Obwohl Palantir vor fast 20 Jahren gegründet wurde, legt das Unternehmen seit einigen Quartalen ein ungeheures Wachstumstempo von über 30% an den Tag. Profitabel ist der Daten-Spezialist jedoch noch nicht. Im vierten Quartal 2021 ist das Unternehmen mit einem Nettoverlust von 156 Millionen US$ noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Mit der Umsatzprognose für das laufende erste Quartal hat Palantir jedoch abermals die Analystenschätzungen knapp übertroffen.

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Weil der Datensammler überwiegend mit Geheimdiensten, Verteidigungs- und Sicherheitsbehörden zusammenarbeitet, genießt das Unternehmen einen pikanten Ruf. Kritiker fürchten, dass Regierungen mithilfe von Palantir Überwachungsstaaten errichten könnten – auch hierzulande. Im Zusammenhang mit dem jüngsten BLKA-Deal sprach der Landesdatenschutz-Beauftragte Thomas Petri von einem massiven Eingriff in die Grundrechte vieler Menschen.

Was Marktbeobachter ebenfalls an Palantir stört: Die Umsätze des Nasdaq-Konzerns stammen hauptsächlich aus großen Verträgen mit einigen wenigen staatlichen Behörden – und wären daher zu unsicher.

Ich halte es jedoch für unwahrscheinlich, dass Großkunden des Unternehmens zur Konkurrenz abwandern könnten. Man darf schließlich nicht vergessen, dass Palantir mit teils hochsensiblen Geheimdienst-Daten hantiert. Solche Auftraggeber wechseln gewiss nicht so schnell ihre Sicherheitsfirma wie Privatleute den Stromanbieter.

Aussichten rosig, Aktie volatil

Die Marktkapitalisierung von Palantir liegt derzeit bei 22,5 Milliarden US$. Für ein nicht profitables Unternehmen erscheint das sehr hoch, die 15-fache Umsatzwertung (KUV) des Nasdaq-Konzerns ist im Branchenvergleich jedoch noch moderat. Ganz zu schweigen davon, dass kaum ein anderer Datenaufbereiter derartige Wachstumsraten vorweisen kann wie Palantir. Mit der aktuellen Expansionsgeschwindigkeit dürfte die Software-Schmiede spätestens 2024 Nettoüberschüsse verbuchen können.

Daten, so heißt es oft, sind das Öl des 21. Jahrhunderts. Wer an dieses Mantra glaubt, der muss zwangsläufig schließen, dass sich Palantir in einer glänzenden Ausgangposition befindet, um von der immer weiter steigenden Nachfrage nach datengetriebenen Software-Lösungen zu profitieren. Einem Aufstieg in den US-Tech-Olymp stünde in ein paar Jahren nichts mehr im Weg.

Klar ist jedoch auch: Anleger müssen bei der Aktie des Datenspezialisten mit heftigen kurzfristigen Rückschlägen rechnen. Kursschwankungen von 10 bis 20% an einem Handelstag sind bei Palantir keine Seltenheit. Risikoscheue Investoren sollten sich daher womöglich anderweitig umsehen. Für aktive Trader stellt die Volatilität des Titels jedoch Handelsmöglichkeiten mit hohen Renditemöglichkeiten dar.

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