Optionen (Teil2): Hier ist noch viel mehr für Sie „drin“

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Liebe Leserin, lieber Leser,

in der vergangenen Woche habe ich Ihnen einen ersten Einblick in die Welt der Optionen gegeben.

Wenn Sie das noch einmal nachlesen möchten, finden Sie diesen Text unter:

https://www.finanztrends.de/optionen-einfach-in-vielem-besser-teil1/

Optionen: Auch konservative Anleger lieben sie!

Bislang hatte ich Ihnen nur vorgestellt, dass Sie Optionen genau wie Optionsscheine kaufen können. So spekulieren Sie darauf, dass der von Ihnen gewählte Basiswert entweder ansteigt (Call) oder fällt (Put).

Allerdings bieten Optionen eine weitere faszinierende und vor allem gewinnbringende Möglichkeit.

Optionen: Verkaufen, ohne sie vorher zu besitzen

Im Gegensatz zu Optionsscheinen können Sie Optionen „leer verkaufen“. Das bedeutet, dass Sie diese Derivate veräußern können, ohne sie vorher zu besitzen.

Um den Sinn einer solchen Vorgehensweise zu verstehen, werfen wir zusammen einen Blick auf die Geschehnisse am Verfallstag. Hierbei handelt es sich um den dritten Freitag des Monats. An diesem Tag rechnet die Börse die Optionen ab, die zu diesem Zeitpunkt auslaufen.

Puts und Calls am Verfallstag

Als kleine Gedächtnisstütze: Wenn Sie einen Call kaufen, erwerben Sie das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Kurs innerhalb der Laufzeit zu kaufen. Dabei spielt es dann für Sie keine Rolle, wie hoch der Basiswert mittlerweile steht.

Das kann aufgrund des recht geringen Kapitaleinsatzes eine beachtliche Hebelwirkung entfalten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Kaufen Sie einen Put, dann erwerben Sie das Recht, den Basiswert innerhalb der Laufzeit zu einem Basispreis zu verkaufen, egal wie tief der Basiswert gefallen ist.

Damit stellt sich dann nur noch eine Frage: „Wer verkauft die Calls und Puts an Sie?“

Stillhalter: Der Gegenpart des Traders

Und hier kommen die „Stillhalter“ ins Spiel. Hierbei handelt es sich um Marktteilnehmer, die den Tradern die Calls und Puts verkaufen.

Während das bei Optionsscheinen nur die herausgebenden Banken sind, stellt sich die Lage bei Optionen völlig anders dar. Denn auch Sie können die Optionen verkaufen, ohne sie vorher zu besitzen.

Personen oder Institute, die so vorgehen, werden als „Stillhalter“ bezeichnet.

Stillhalter haben Pflichten

Während der Trader, der Optionen kauft, Rechte erwirbt, ist das bei Stillhaltern anders.

Erinnern Sie sich? Wenn Sie einen Call kaufen, erwerben Sie das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Kurs innerhalb der Laufzeit zu kaufen.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass jemand dem Trader die Aktie zum Basispreis verkaufen muss, wenn dieser sein Optionsrecht ausübt. Und hier sehen Sie den Unterschied:

Während der Trader sein Optionsrecht ausüben darf, muss die Gegenpartei, also der Stillhalter liefern. Und diese Verpflichtung lastet so lange auf ihm, bis er liefert oder vorher den Call wieder zurückkauft.

Wie sieht die Sache bei einem Put aus?

Kaufen Sie einen Put, dann erwerben Sie das Recht, den Basiswert innerhalb der Laufzeit zu einem Basispreis zu verkaufen, egal wie tief der Basiswert gefallen ist.

Damit der Trader den Basiswert verkaufen kann, muss es einen Gegenpart geben, der diese Aktien zum Basispreis abnimmt.

Das ist der Stillhalter des Puts. Er muss die Aktien abnehmen, wenn der Trader sein Optionsrecht ausübt. Natürlich gilt diese Verpflichtung nur solange er den Put noch nicht zurückgekauft hat.

Was hat der Stillhalter davon?

Auf den ersten Blick wirkt diese ganze Stillhalterei wenig attraktiv. Denn hier sehen wir Pflichten des Stillhalters, aber wenig Rechte.

Und dann stellt sich die Frage: Was kann der Stillhalter dabei verdienen?

Um das zu verstehen, sollten Sie folgende Information haben: Im Schnitt verfallen 80% aller Optionen wertlos. Und hier kommt der Stillhalter ins Spiel. Verkauft er Calls und Puts, besteht bei richtiger Auswahl eine sehr große Chance, dass diese wertlos verfallen.

Er kann dann den Verkaufserlös der Optionen, also die „Optionsprämie“ behalten. Aber Vorsicht: Hier gibt es Einiges zu beachten.

Die Fallstricke bei der Stillhalterei

An sich hört sich das schon einmal sehr gut an. Denn eine Erfolgsquote von 80% klingt nach einer „sicheren Bank“. Das ist aber keineswegs der Fall.

Stelle Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie verkaufen einen Kontrakt Calls auf Daimler mit dem Basispreis 50 Euro und einer Laufzeit bis Dezember 2021.

Für diesen Vorgang nehmen Sie eine Optionsprämie ein. Diese berechnet sich aus dem Preis des Call multipliziert mit der Anzahl im Kontrakt. Bei Aktien und damit auch hier, sind das in der Regel 100.

Bei einem angenommenen Preis von 18 Euro pro Call sind das also 1800 Euro.

3 Szenarien, davon eines “tödlich”

Am Verfallstag steht die Aktie bei 50 Euro oder darunter. In diesem Fall wird kein Trader sein Optionsrecht ausüben. Der Stillhalter kann also die Prämie komplett behalten.

Am Verfallstag steht die Aktie über 50, aber unter 68 Euro. Der Trader wird sein Optionsrecht ausüben, um die Aktie zu 50 Euro zu beziehen. Der Stillhalter muss liefern. Konkret kauft er die Aktie am Markt und verkauft sie automatisch an den Trader. Dass die Aktien „an der richtigen Stelle“ landen, dafür sorgt die Börse.

Stillhalter und Trader sind bei diesem Vorgang anonymisiert.

Der Gewinn des Stillhalters verringert sich. Steht die Aktie bei 60 Euro, führt die Transaktion zu einem Verlust von 10 Euro pro Aktie. Insgesamt sind das 1000 Euro. Die Prämieneinnahme deckt das ab und es bleibt noch ein Gewinn von 800 Euro

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Und was Dramatisches passiert, wenn die Aktie über 68 Euro steht, das lesen Sie im dritten Teil!

Und natürlich zeige ich Ihnen dann risikobegrenzte Strategien, damit auch Sie die Stillhalterei für sich nutzen können!

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Plug Power Forum

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Dein VK war echt super getroffen! Deine Ahnung des Crashs war ja auch zeitlich richtig. Auch wenn es
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würde sagen das war ein perfektes Timing. Ich war zb. bei 58,- raus und habe jetzt 44,-.
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das nimmt ein böses Ende wenn der Ballon platzt. Den Schlag hören dann viele hoch Eingestiegenen ni
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