Österreich hat einige spannende Aktien zu bieten!

Lieber Leser,

der deutsche Leitindex DAX hat im Jubiläumsjahr (30 Jahre DAX) ein neues Allzeithoch markiert. Der DAX kletterte heute im Tagesverlauf fast bis zur 13.600-Punkte-Marke und erreichte in der Spitze 13.596 Punkte.

Während der DAX ein neues Rekordhoch erreicht hat, ist der österreichische Leitindex ATX noch meilenwert von den alten Rekordständen entfernt. In Österreich haben einige Aktien den Aufschwung „verschlafen“. Daher lohnt sich für Sie ein Blick auf unser Nachbarland.

Gestern haben Sie hier im „Schlussgong“ einen aktuellen Länderbericht Österreich erhalten. Heute stelle ich Ihnen – wie gestern angekündigt – einige spannende Unternehmen aus Österreich vor.

Immofinanz hat seine Hausaufgaben 2017 gemacht

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Während in Deutschland fast alle Immobiliengesellschaften an der Börse deutlich über dem Substanzwert (Immobilienvermögen abzüglich der Schulden) notieren, wird das österreichische Immobilienunternehmen Immofinanz mit einem hohen zweistelligen Abschlag bewertet.

Dafür gab es 2 Gründe: Das Immobilien-Portfolio in Russland war nach Ausbruch der Krim-Krise und dem Start der Wirtschaftssanktionen ein Klotz am Bein, und zusätzlich belasteten noch alte Rechtsstreitigkeiten. Das neue Management hat beide Baustellen 2017 abgearbeitet.

Die juristischen Auseinandersetzungen wurden beendet und das Russland-Portfolio verkauft. Aufgrund des Risiko-Abbaus konnte Immofinanz die Finanzierungskosten bereits deutlich reduzieren (das sorgt in den Folgejahren für höhere Gewinne) und strebt eine solide Dividendenpolitik an. Die Immofinanz-Aktie ist daher aus meiner Sicht auf dem aktuellen Kursniveau einen Blick wert.

Voestalpine mit Rekordzahlen

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Das österreichische Unternehmen Voestalpine ist der drittgrößte Stahlkonzern in Europa. In der Finanzkrise hat es Voestalpine voll erwischt. An der Börse wurde der Aktienkurs von 65 auf 10 Euro „abgeschlachtet“.

Die Erholung lief erst langsam, hat aber zuletzt Tempo aufgenommen. In den vergangenen 12 Monaten legte die Aktie um 40% zu. Ganz so dynamisch wird sich der Aufwärtstrend kurzfristig wohl nicht fortsetzen, aber auf längere Sicht ist ein neues Allzeithoch möglich.

Die fundamentalen Daten erreichen schon jetzt ein Rekordniveau. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 hat Voest so gut abgeschnitten wie nie zuvor: Der Umsatz stieg auf 6,3 Mrd. Euro (+16,5%), der operative Gewinn auf 584 Mio. Euro (+58,4%), der Nettogewinn auf 389 Mio. Euro (+66,4%) und der Gewinn je Aktie auf 2,09 Euro (+63,3%).

Schoeller-Bleckmann: Steigender Ölpreis beflügelt

Der Ölpreis hat in den vergangenen Jahren eine regelrechte Achterbahnfahrt hingelegt. Zwischen 30 und 110 US-Dollar je Barrel wurde jeder Preis erreicht. Diese extreme Schwankungsstärke beeinflusst auch die Ölkonzerne und noch stärker die Öl-Service-Unternehmen.

Ein gutes Beispiel ist der österreichische Ausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO). 2014 erreichte SBO einen Umsatz von 489 Mio. Euro und einen Nettogewinn von 54 Mio. Euro. 2 Jahre später lag der Umsatz nur noch bei 183 Mio. Euro, und aus dem hohen Gewinn wurde ein Jahresverlust von 28 Mio. Euro.

Jetzt dreht das Ergebnis erneut: In den ersten 9 Monaten stieg der Auftragseingang von 117 auf 242 Mio. Euro, der Umsatz von 133 auf 228 Mio. Euro und der operative Gewinn von -51 auf +11 Mio. Euro. Und die Aussichten bleiben gut: Da in der Krise viele finanzschwache Konkurrenten aufgeben oder Investitionen streichen mussten, kann sich das finanzstarke Unternehmen aus Österreich zusätzliche Marktanteile sichern.

Weitere Informationen zu den 3 vorgestellten Unternehmen Immofinanz, Voestalpine und Schoeller-Bleckmann erhalten Sie in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“. Sie finden dort meine aktuelle Empfehlung (Kauf-Limit und Kursziele) zu den 3 Werten.

Wenn Sie insgesamt auf steigende Kurse in Österreich setzen wollen, so können Sie dies beispielsweise mit einem kostengünstigen ETF auf den österreichischen Leitindex ATX tun.

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