Öl: Diese Faktoren können die Ölpreisrallye beenden!

Liebe Leser,

mit einem Anstieg von 45 Dollar Mitte 2017 zu einem Preis von über 70 Dollar Mitte Januar 2018 hat sich der Preis für Öl in kürzester Zeit enorm verteuert. Viele Analysten hatten einen so dramatischen Anstieg nicht vorhergesehen. Nun könnte der Preis wieder fallen.

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Was sind die Gründe dafür?

Da wäre der Dollar, welcher in der letzten Zeit stark abgewertet hatte. Da Öl dollarnotiert ist, steigt bei schwachem Dollar die Nachfrage nach Öl und somit letztendlich der Preis. Die Frage ist, wie die US-Administration auf den schwachen Dollar reagiert und wie weit sie überhaupt reagieren kann. Fest steht, dass der Ölpreis nachgeben wird, wenn der Dollar wieder an Wert gewinnt.

Ein anderer Faktor ist die Angebotsseite. Der iranische Ölminister Bijan Zanganeh warnte vor Preisen jenseits der 60 Dollar je Barrel Brent. Die hohen Preise würden die Förderung aus finanziell aufwendigeren Quellen, wie Schieferöl, begünstigen und so langfristig ein Überangebot schaffen. Das wiederum drücke die Preise. Gleichzeitig berichtete Baker Hughes in seinem wöchentlichen rig count einen Anstieg um 11 Quellen auf 947 seit letzter Woche. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 235 Bohrquellen was einer Zunahme von 33% entspricht. Da der rig count aber auf Grund des technischen Fortschritts in der Fördertechnik nur die unterste Grenze der Steigerung anzeigt, sind die zukünftig daraus resultierenden Förderzuwächse größer als noch vor ein paar Jahren.

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Der vorletzte Faktor sind die Lagerbestände für Rohöl. Nachdem diese über einen langen Zeitraum abnahmen, könnte sich das Bild auf Grund der gesteigerten Förderung in den USA nun umkehren. Das könnte der erste Zuwachs der Lagerbestände in 11 Wochen sein.

Zu guter letzt gibt es aber auch noch die spekulative Seite. Es hat sich eine große Gewichtung bei Wetten auf steigende Preise gebildet. Falls sich die Investoren von diesen Wetten trennen sollten, kann das einen Preisverfall nach sich ziehen.

Der Preisanstieg der letzten Monate war zuerst getrieben von fallenden Lagerbeständen und einem schwachen Dollar und wurde dann noch durch Wetten auf weiter steigende Kurse verschärft. Sollten die Lagerbestände weiter steigen, wird der Fokus wieder mehr auf die Ausweitung der US-Fördermengen liegen. Ein Ausverkauf der Wetten könnte den Preis so wieder ins Gleichgewicht bringen.

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Öl (Brent)
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