Bereits im Jahr 2021 reichten einige Anleger Klage gegen Oatly ein, da sie dem Unternehmen unter anderem Greenwashing vorwarfen. Zudem soll das Unternehmen etwas zu optimistisch über sein Wachstum in China gesprochen und den eigenen Aktienkurs damit „künstlich hochgepumpt“ haben. Ursprünglich wurde diese Klage aufgrund mangelnder Nachweise abgewiesen.
Im vergangenen Jahr wurde allerdings erneut Klage eingereicht, welche vorherige Hürden überwinden konnte. Medienberichten zufolge hat sich Oatly nun mit den Klägern auf einen Vergleich geeinigt. 9,25 Millionen US-Dollar sollen demnach fließen, um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen.
Oatly: Ende gut, alles gut?
Wie üblich bei solchen Vergleichszahlungen dürfte das Ganze kein Schuldeingeständnis beinhalten und für Oatly bietet es einen vergleichsweise günstigen und eleganten Weg, sich der Sache zu entledigen. Allerdings braucht es noch die Zustimmung des Gerichts, um den Vergleich in die Tat umsetzen zu können. Ob und wann die Juristen ihren Segen erteilen werden, das ist bisher noch nicht bekannt.
Es ist gleichwohl nicht unbedingt etwas Neues, dass Oatly etwas zu vollmundige Aussagen von sich gibt. Wie „Ecoreporter“ berichtet, wurde in Großbritannien im vergangenen Jahr eine Werbekampagne von Oatly verboten, da diese irreführende Aussagen zur Umweltbilanz enthalten habe.
Nichts Neues an der Börse
Oatly Aktie Chart
Die Aktionäre reagieren recht entspannt auf die jüngsten Meldungen und bei der Oatly-Aktie zeichnet sich noch immer ein Seitwärtstrend ab. Schon seit Anfang Dezember hat der Titel es sich rund um die Marke von 1,10 Euro bequem gemacht, woran auch der eine oder andere Ausschlag nichts ändern konnte. Am Freitagmorgen standen 1,11 Euro auf dem Ticker. Das ist kein sensationelles Kursniveau, doch eine Notierung außerhalb von Pennystock-Gebiet ist für die leidgeplagten Anteilseigner definitiv schon eine angenehme Entwicklung.
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