Zscaler liefert operativ ab, doch an der Börse herrscht Skepsis. Trotz übertroffener Erwartungen im zweiten Quartal und eines zweistelligen Umsatzwachstums korrigieren namhafte Analysten ihre Erwartungen nach unten. Es stellt sich die Frage, warum die Experten ihre Kursziele stutzen, während das fundamentale Geschäft mit modernen Sicherheitsarchitekturen floriert.
Starke Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Dabei lesen sich die jüngsten Geschäftszahlen des Unternehmens positiv. Im zweiten Fiskalquartal 2026 steigerte Zscaler den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 26 Prozent auf rund 816 Millionen US-Dollar. Auch beim Gewinn pro Aktie (EPS) lag das Unternehmen mit 1,01 US-Dollar über den durchschnittlichen Schätzungen des Marktes. Der anhaltende Trend zu softwarebasierten Sicherheitslösungen treibt das Wachstum voran, da immer mehr Betriebe ihre klassischen Hardware-Strukturen ablösen.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 3,99 und 4,02 US-Dollar. Das Papier notierte zuletzt bei 135,02 Euro und liegt damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 292,00 Euro.
Zscaler Aktie Chart
Analysten passen ihre Prognosen an
Trotz der soliden Bilanz hat das Analysehaus Oppenheimer das Kursziel für Zscaler von 280 auf 250 US-Dollar gesenkt. Zwar behalten die Experten ihre Einstufung auf „Outperform“ bei, reagieren damit aber auf die jüngste Schwächephase des Titels. Damit steht Oppenheimer nicht allein: Auch Institute wie BMO Capital Markets und KeyCorp haben ihre Erwartungen in den vergangenen Wochen nach unten geschraubt.
Die Diskrepanz zwischen den starken operativen Ergebnissen und den sinkenden Kurszielen deutet darauf hin, dass Analysten vorsichtiger bei der Bewertung von Wachstumsaktien werden. Mögliche Ausführungsrisiken im Wettbewerbsumfeld oder eine allgemeine Neubewertung von Marktmultiplikatoren spielen hierbei eine Rolle. Dennoch liegt das neue Ziel von Oppenheimer weiterhin signifikant über dem aktuellen Marktniveau, was auf ein grundlegendes Vertrauen in das langfristige Potenzial hindeutet.
Ob die bestätigte Prognose ausreicht, um den Abwärtstrend der Aktie – die seit Jahresbeginn über 28 Prozent an Wert verloren hat – nachhaltig zu stoppen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die nächsten wichtigen Impulse werden mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal erwartet.
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