Der US-Cybersicherheits-Spezialist Zscaler rückt unmittelbar vor der Veröffentlichung seiner neuesten Geschäftsergebnisse in den Fokus der Anleger. Am Donnerstag wird das Unternehmen nach Börsenschluss an der Wall Street die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 präsentieren.
In der vergangenen Woche haben bereits mehrere namhafte Analystenhäuser ihre Erwartungen nach oben geschraubt und damit ein positives Signal an den Markt gesendet.
Optimismus im Vorfeld der Bilanzvorlage
Die Analysten von JPMorgan erhöhten am Mittwoch ihr Kursziel für Zscaler von 205 auf 215 US-Dollar und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Bereits am Dienstag hob Barclays das Ziel deutlich von zuvor 170 auf nun 192 US-Dollar an. Diese Zuversicht scheint auch die kurzfristige Kursentwicklung zu stützen: Über die letzten 30 Tage konnte das Papier bereits um 22 % zulegen.
Für Investoren wird am Donnerstag vor allem von Interesse sein, wie sich das Neugeschäft und die Billings-Zahlen im abgelaufenen Quartal entwickelt haben. Das Management wird die Ergebnisse im Anschluss an die Veröffentlichung in einer Telefonkonferenz mit Investoren erläutern. Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie seit Jahresbeginn noch immer mit einem Minus von 18 %.
Expansion im Mittelstand und technische Neuerungen
Neben den finanziellen Erwartungen treibt Zscaler die operative Reichweite voran. Am 18. August gab das Unternehmen eine erweiterte Partnerschaft mit Carahsoft bekannt.
Die Kooperation zielt darauf ab, die „Zero Trust Exchange“-Plattform verstärkt im Segment kleiner und mittelständischer Unternehmen (SMB) sowie im US-Mittelstand zu etablieren. Damit reagiert Zscaler auf den wachsenden Bedarf an Cloud-nativen Sicherheitslösungen außerhalb der klassischen Großkonzerne.
Technologisch präsentierte der Konzern zudem im Rahmen seiner GovCloud-Updates neue Funktionen für Behörden und hochregulierte Sektoren. Zu den Neuerungen gehören unter anderem die Inspektion von WebSocket-Datenverkehr sowie neue Erkennungsregeln für aktiv ausgenutzte Schwachstellen. Zudem wurden Anpassungen an der Authentifizierung und der Branch-Infrastruktur vorgenommen, um die Absicherung von Zweigstellen zu optimieren.
Insider-Transaktion und Marktumfeld
Ein Blick auf die Pflichtmitteilungen der US-Börsenaufsicht SEC zeigt zudem eine geplante Veräußerung auf Führungsebene. Finanzchef Kevin Rubin verkaufte am Dienstag 431 Stammaktien im Wert von rund 87.210 US-Dollar.
Die Transaktion wurde zu Preisen zwischen 172,53 und 176,49 US-Dollar abgewickelt. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Rule 10b5-1 Handelsplans, der Führungskräften automatisierte Verkäufe zu definierten Zeitpunkten ermöglicht, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Mit dem aktuellen Kursniveau von 160,00 € zum Handelsschluss am Freitag liegt das Papier wieder über einem wichtigen Trendindikator. Der Kurs notiert derzeit 7,4 % über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.
Ob dieser positive Trend nachhaltig verteidigt werden kann, wird maßgeblich von dem Ausblick abhängen, den das Unternehmen am Donnerstagabend für das kommende Geschäftsjahr geben wird. Während die kurzfristige Dynamik positiv ist, bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch mit 45 % beträchtlich.
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