Zalando befindet sich aktuell erneut an einer Unterstützungszone, wie bereits Anfang Dezember 2025 und Mitte 2024. Unternehmensseitige Nachrichten zu Standortschließungen haben zuletzt für zusätzliche Dynamik gesorgt. Diese dürfte sich mit den anstehenden Zahlen nochmals deutlich erhöhen.
Das dürfte für weiteren Schwung sorgen
In den vergangenen zwei Wochen dominierte vor allem eine Nachricht die Schlagzeilen, die angekündigte Schließung des Logistikzentrums in Erfurt. Zalando hatte Anfang Januar bekanntgegeben, den Standort bis Ende September 2026 vollständig aufzugeben. Bis zu 2.700 Arbeitsplätze stehen damit auf dem Spiel, abhängig davon, wie der Sozialplan letztlich ausgestaltet wird. Strategisch ist der Schritt Teil einer größeren Neuordnung des paneuropäischen Logistiknetzwerks. Zalando will Kosten senken und die Effizienz erhöhen, indem es sich auf weniger, dafür größere und stärker automatisierte Fulfillment-Zentren konzentriert.
Fundamental bleibt das Bild dennoch komplex. Die zuletzt bestätigte Jahresprognose für 2025 sieht weiterhin ein GMV-Wachstum von fünf bis sieben Prozent, einen Umsatzanstieg von sechs bis acht Prozent sowie ein bereinigtes EBIT von 550 bis 600 Millionen Euro vor. Nach den Zahlen der ersten drei Quartale, in denen das GMV deutlich zulegte und sich die Profitabilität stabilisierte, setzt der Markt darauf, dass das vierte Quartal diese Entwicklung bestätigt oder sogar leicht beschleunigt. Die Zahlen am 6. Februar sind damit der zentrale Trigger für die Aktie. Bestätigt Zalando die Jahresguidance und liefert einen überzeugenden Ausblick auf 2026, könnte das dem angeschlagenen Kurs neuen Auftrieb verleihen.
Die Mehrheit der beobachtenden Analystenhäuser empfiehlt die Aktie zum Kauf oder zumindest zum Halten. Bewertungskennzahlen wie ein Forward-KGV von rund 15 und die weiterhin niedrige operative Marge nähren die Hoffnung, dass Zalando bei weiterem Margenfortschritt im Jahr 2026 deutlich besser dastehen könnte.
Zalando-Aktie im Chart-Check
Die Zalando-Aktie hatte es kurzfristig geschafft, die „alte“ Abwärtstrendlinie nach oben zu durchbrechen. Das war ein erstes starkes Signal in Richtung weiter steigender Kurse. Diese blieben jedoch aus, und der Kurs lief wieder zurück. Nun befindet sich die Aktie erneut an der Unterstützungszone, wodurch es wieder interessant wird. Auf der Oberseite liegen die nächsten Widerstände im Bereich der letzten Hochs zwischen 25,90 und 26,80 Euro. Zusätzlich verläuft dort auch die neu eingezeichnete Trendlinie, die an den jüngsten Hochs ansetzt. Entscheidend für einen weiteren bullischen Verlauf ist, dass die aktuelle Unterstützungszone nicht nach unten durchbrochen wird. Hier die Zalando-Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/KOe29bpG/
Die aktuelle Zone dient als Unterstützung und hat in der Vergangenheit mehrfach für Kaufkraft gesorgt. Ich würde daher aktuell erneut davon ausgehen, dass diese Zone hält. Damit könnte sich hier eine mögliche Kaufchance ergeben. Entscheidend ist dabei, wie bereits oben beschrieben, dass die Zalando-Aktie die bisherigen Tiefs nicht unterschreitet. Die Kursziele lägen dann im Bereich der letzten Hochs, entlang der Trendlinie und bei weiter steigenden Kursen darüber hinaus.
Da sich der Markt aktuell an einer Unterstützungszone befindet, würde ich von Verkaufspositionen absehen. Interessant würde dieses Szenario erst dann werden, wenn es an den genannten Zielzonen zu einer Abweisung kommt. Zudem sollte im Blick behalten werden, dass die anstehenden Zahlen für erhöhte Volatilität sorgen können.
Ihr Konrad
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