Die geplante Schließung eines Logistikzentrums in Erfurt mit rund 2.700 Mitarbeitern sieht Zalando als alternativlos an. Dennoch fordert der Betriebsrat des Standorts den Konzern nun erneut auf, Alternativen zu prüfen. Darüber sei bisher laut Angaben des Betriebsrats noch gar nicht gesprochen worden. Unterstützung erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt.
Zalando selbst hat nach eigenen Angaben bereits jede andere Option geprüft und ließ wissen, keine falschen Hoffnungen wecken zu wollen. Man wolle aber mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um „konkret zu helfen“. Das klingt in erster Linie nach Schadensbegrenzung.
Zalando unter Druck
Zu kämpfen hat Zalando vor allem mit hohen Kosten, die unter allen Umständen sinken sollen. Ob Europas größtem Modehändler noch einmal die Wende gelingen mag, daran haben Analysten so ihre Zweifel. Erfolge von Retail-Kanälen von Social-Media-Plattformen wie TikTok werden an den Börsen als potenzielle neue Bedrohung wahrgenommen.
Zalando Aktie Chart
Auch die Anleger versprühen derzeit alles andere als Zuversicht. Kürzlich erst rutschte die Zalando-Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 20,85 Euro. Auf Jahressicht hat der Kurs sich um mehr als 40 Prozent verschlechtert. Schon allein daran zeigt sich, dass Sparmaßnahmen bei Zalando nicht nur aus Spaß an der Freude erfolgen.
Angespannte Lage
Die Lage bei Zalando bleibt in jedweder Hinsicht angespannt. Die Ergebnisse aus der jüngeren Vergangenheit können die Aktionäre nicht recht überzeugen und mit der eigenen Belegschaft scheint man nun auch eher über Kreuz zu stehen. Die daraus resultierende Nervosität lässt kurzfristig nichts Gutes für die Zalando-Aktie vermuten. Optimisten können wohl allenfalls darauf setzen, dass harte Entscheidungen sich längerfristig auszahlen mögen.
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