YUM! Brands setzt bei seiner US-Sparte Pizza Hut den Rotstift an. Rund 250 Standorte stehen vor dem Aus, während der Konzern die gesamte Marke einer strategischen Prüfung unterzieht. Doch während das Pizzageschäft schwächelt, treiben technologische Innovationen und starke Zahlen bei KFC und Taco Bell den restlichen Konzern voran.
- Filialschließungen: 250 Pizza-Hut-Standorte in den USA werden bis Mitte 2026 geschlossen.
- Umsatzdruck: Die US-Verkäufe auf bestehender Fläche sanken bei Pizza Hut zuletzt um 3 %.
- Digital-Fokus: Fast 60 % der Systemumsätze werden mittlerweile digital erzielt.
- Starke Töchter: Taco Bell glänzt mit einem Umsatzplus von 7 % auf vergleichbarer Fläche.
Pizza Hut unter Zugzwang
Die jüngste Entwicklung im US-Heimatmarkt zwingt das Management zum Handeln. Die Schließung der rund 250 unprofitablen Filialen soll bis zum Ende des ersten Halbjahres 2026 abgeschlossen sein. Finanzvorstand Ranjith Roy begründet diesen Schritt mit der notwendigen Stärkung der Profitabilität des verbleibenden Systems.
Der Umbau ist jedoch mit Kosten verbunden: Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des operativen Kerngewinns in der Pizza-Sparte um etwa 15 %. Kann die aggressive Digital-Strategie diese Schwäche im US-Pizzageschäft dauerhaft kompensieren? Ein Blick auf die restlichen Konzernteile liefert hierzu deutliche Signale.
Digitalisierung als Wachstumsmotor
Abseits der Baustelle Pizza Hut beschleunigt Yum! Brands die Einführung seiner Technologieplattform „Byte by Yum!“. Die Zahlen sprechen für sich: Im vierten Quartal 2025 erreichte der digitale Umsatz rund 11 Milliarden US-Dollar. Die hauseigene Technologie, die unter anderem KI-gestütztes Marketing steuert, ist bereits in rund 38.000 Restaurants weltweit im Einsatz.
CEO Chris Turner plant für 2026 ein Netto-Wachstum der Standorte von über 5 %, wobei die Pizza-Hut-Sparte bei dieser Prognose bewusst ausgeklammert wird. Das Momentum liegt derzeit klar bei Taco Bell und KFC. Während Taco Bell die Flächenumsätze deutlich steigern konnte, expandierte KFC im Schlussquartal 2025 mit über 1.100 neuen Standorten in Rekordtempo.
Institutionelle Anleger greifen zu
Trotz der Umbauphase bleibt das Vertrauen der Großinvestoren stabil. Institutionelle Anleger halten etwa 82,37 % der Aktien. Erst gestern wurde bekannt, dass Envestnet Asset Management seine Position um 4,5 % auf nun 267.162 Anteile aufgestockt hat. Neben Envestnet halten auch die Norges Bank und Invesco bedeutende Positionen am Fast-Food-Riesen.
Der Fokus des Marktes liegt nun auf der Umsetzung der Restrukturierung bis zum Sommer 2026. Entscheidend für die Kursentwicklung wird sein, ob die bereinigte Kostenstruktur bei Pizza Hut im zweiten Halbjahr zu einer Margenstabilisierung führt, während die Digitalumsätze weiter Richtung der 60-Prozent-Marke steigen.
YUM! Brands-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue YUM! Brands-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten YUM! Brands-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für YUM! Brands-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
