Die Aktionäre haben gesprochen und sämtliche Anträge abgenickt. Auf der Generalversammlung vom 1. Juli stimmten sie einer deutlich höheren Gewinnbeteiligung zu.
Statt 2,20 Franken je Aktie wie im Vorjahr fließen nun 4,40 Franken an die Anteilseigner. Das ist eine Verdopplung. Die Ausschüttung setzt sich aus 1,70 Franken aus Kapitaleinlagereserven und 2,70 Franken aus Gewinnreserven zusammen. Rund 35 Prozent des Gewinns werden damit ausgeschüttet – bereinigt um Einmaleffekte aus dem Verkauf zweier Geschäftsbereiche.
Zudem wählten die Aktionäre Dr. Simone Wyss Fedele neu in den Verwaltungsrat. Gilbert Achermann bleibt Präsident.
Fokus auf Injektionssysteme trägt Früchte
Die höhere Dividende ist kein Zufall. Nach dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts und des Bereichs Ypsotec konzentriert sich Ypsomed vollständig auf Selbstinjektionssysteme für flüssige Medikamente. Die Transformation ist abgeschlossen.
Im Kerngeschäft Delivery Systems wuchs der Umsatz um rund 20 Prozent auf 601,5 Millionen Franken. Besonders Autoinjektoren legten mit 33,6 Prozent zu. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 195,5 Millionen Franken – eine Marge von rund 33 Prozent. Konzernweit verdoppelte sich das EBIT auf 246,1 Millionen Franken, auch dank des Verkaufsgewinns.
Kurs nahe Allzeithoch
Die Aktie notiert am Freitag bei 390,40 Euro und damit 0,66 Prozent leichter als am Vortag. Das 52-Wochen-Hoch von 400 Euro vom 30. Juni liegt nur 2,4 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 9,7 Prozent.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 rechnet das Management im fortgeführten Delivery-Systems-Geschäft mit einem Umsatzplus von 12 bis 15 Prozent. Das EBIT soll zwischen 210 und 230 Millionen Franken liegen. Bis 2029/30 peilt Ypsomed einen Gesamtumsatz von 0,9 bis 1,1 Milliarden Franken an. Die EBIT-Marge soll dann mindestens 30 Prozent betragen.
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