Xtrackers AI ETF: Amazon-KI-Kraftwerk startet 2027

KI-Boom verlagert Fokus auf Energie und Kühlung. Amazon baut eigenes Gaskraftwerk, TSMC meldet Rekordumsatz, Palantir wächst stark.

Auf einen Blick:
  • Amazon baut eigenes Gaskraftwerk
  • Flüssigkeitskühlung: Milliardenmarkt bis 2033
  • TSMC mit Rekordumsatz im Juli
  • Palantir verdoppelt Quartalsumsatz
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Die KI-Revolution braucht mehr als nur kluge Köpfe und schnelle Prozessoren. Sie braucht vor allem Strom – und zwar massiv. Anleger im Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF spüren diesen Wandel gerade deutlich. Der Fokus verschiebt sich von reiner Software hin zur physischen Infrastruktur.

Amazon geht in Texas einen radikalen Weg. Der Konzern finanziert ein eigenes Gaskraftwerk mit einer Leistung von 7,65 Gigawatt. Damit betreibt Amazon sein erstes KI-Rechenzentrum komplett unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Die Anlage soll bereits im ersten Quartal 2027 den Betrieb aufnehmen.

Parallel zur Energieversorgung wird die Hitze zum Problem. Klassische Luftkühlung stößt bei Hochleistungschips an ihre Grenzen. Experten erwarten, dass der Markt für Flüssigkeitskühlung bis 2033 auf über 27 Milliarden Dollar anschwillt. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 31 Prozent.

Dass die Nachfrage ungebrochen ist, zeigen die Zahlen der Schwergewichte. TSMC meldete für Juli einen Rekordumsatz von 467,58 Milliarden Taiwan-Dollar. Das ist ein Sprung von fast 45 Prozent zum Vorjahr. Der Chip-Riese hob seine Jahresprognose auf über 40 Prozent Wachstum an.

Auch die Software-Sparte liefert mittlerweile handfeste Ergebnisse. Palantir steigerte seinen Quartalsumsatz um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch ein massives US-Wachstum von 150 Prozent im kommerziellen Sektor.

An der Börse herrscht derweil eine kurze Verschnaufpause. Der ETF notiert aktuell bei 204,30 Euro. Trotz dieser leichten Konsolidierung bleibt die Bilanz mit einem Plus von über 31 Prozent seit Jahresbeginn beeindruckend.

Morgen wird es für die Hardware-Sparte erneut spannend. Dann legt Super Micro Computer seine Zahlen vor. Mit einem Auftragsbestand von über 60 Milliarden Dollar dürfte der Spezialist zeigen, wie kräftig der Ausbau der Rechenzentren tatsächlich voranschreitet.

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