Xtrackers AI & Big Data-ETF: Licht und Schatten!

Der Xtrackers KI-ETF steht vor den Quartalszahlen von Palantir. Microsoft und Meta zeigten bereits starke Ergebnisse, während hohe Investitionen in KI-Infrastruktur den Sektor prägen.

Auf einen Blick:
  • Palantir-Zahlen im Fokus der Anleger
  • Microsoft und Meta mit robusten Quartalsergebnissen
  • Massive Investitionen in KI-Infrastruktur laufen
  • ETF-Konsolidierung vor Index-Rebalancing im März

Die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 erreicht ihren Höhepunkt und sorgt beim Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF für Bewegung. Während Schwergewichte wie Microsoft und Meta die Messlatte mit starken Zahlen bereits hochgelegt haben, blicken Investoren heute gespannt auf die Ergebnisse von Palantir. Es geht vor allem um die Frage, ob die massiven Milliarden-Investitionen in die KI-Infrastruktur die hohen Erwartungen der Märkte weiterhin rechtfertigen können.

Licht und Schatten bei den Tech-Giganten

Die jüngsten Berichte der Kernbeteiligungen zeichnen ein konstruktives, wenn auch volatiles Bild für den Sektor. Microsoft konnte Ende Januar mit einem Wachstum von 38 % im Azure-Cloud-Geschäft die Erwartungen übertreffen. Dennoch richten Marktteilnehmer ihr Augenmerk verstärkt auf die immensen Investitionsausgaben für die KI-Infrastruktur, die das Ergebnis belasten.

Parallel dazu profitierte Meta Platforms von einem starken Werbegeschäft, das durch verbesserte KI-Tools an Effektivität gewonnen hat. Dass das Unternehmen plant, seine KI-bezogenen Ausgaben im Jahr 2026 auf bis zu 125 Milliarden US-Dollar zu steigern, unterstreicht den anhaltenden Investitionszyklus der Branche.

Spannung vor den Palantir-Zahlen

Am heutigen 2. Februar 2026 richten sich die Blicke nach US-Börsenschluss auf Palantir Technologies. Analysten suchen nach Belegen dafür, dass sich die „Artificial Intelligence Platform“ (AIP) des Unternehmens zunehmend in harten Umsätzen niederschlägt. Die bisherige Prognose sieht für das abgelaufene Quartal ein Umsatzwachstum von rund 61 % im Vergleich zum Vorjahr vor.

Unterstützung erhält der Sektor weiterhin durch die angespannte Lage bei der Hardware. Berichte signalisieren, dass die Kapazitäten für Hochleistungs-Speicherchips (HBM) bis weit in die Jahre 2026 und 2027 ausverkauft sind. Dieses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verdeutlicht den massiven Hardware-Bedarf für den weiteren KI-Ausbau.

Portfolio-Struktur und Ausblick

Trotz der dynamischen Branchenentwicklung zeigt sich der ETF im laufenden Jahr bisher konsolidiert. Mit einem aktuellen Kurs von 152,56 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 1,65 % und notiert damit knapp 6,4 % unter seinem 52-Wochen-Hoch. Der ETF verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 6,023 Milliarden Euro und setzt schwerpunktmäßig auf Technologie- und Telekommunikationswerte, die zusammen über 80 % des Portfolios ausmachen.

Ein wichtiger Termin für Anleger steht im März 2026 an. Dann erfolgt die planmäßige Neugewichtung des zugrunde liegenden Nasdaq-Index. Bei diesem Rebalancing werden die Gewichtungen basierend auf der aktuellen Marktkapitalisierung und der jeweiligen „KI-Intensität“ der Unternehmen angepasst, um die aktuellen Marktführer des Sektors wieder präziser abzubilden.

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