Xtrackers AI & Big Data ETF: 34% Jahresplus, Nvidia treibt an

Der Xtrackers-ETF legt seit Jahresbeginn 34 Prozent zu. Nvidia, Softwarewerte und eine neue DWS-Gewichtung stützen die KI-Strategie.

Auf einen Blick:
  • ETF gehört zum obersten Zehntel
  • Nvidia stellt 70 Prozent Wachstum in Aussicht
  • DWS senkt Infrastrukturanteil auf 14 Prozent
  • Okta-Aktie gewinnt über 27 Prozent
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Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF verzeichnet eine anhaltend starke Dynamik und festigt seine Position als eines der führenden Produkte im Bereich der thematischen Investments. In einem Vergleich des französischen Mediums Les Echos wurde der ETF jüngst für seine überdurchschnittliche Wertentwicklung gewürdigt.

Über einen Zeitraum von drei Jahren rangiert der Fonds demnach im obersten Zehntel seiner Kategorie und konnte vergleichbare Produkte im Schnitt um elf Prozentpunkte pro Jahr übertreffen. Aktuell notiert der ETF bei 208,95 €, was einem Zuwachs von 34 % seit Jahresbeginn entspricht.

Nvidia-Ausblick treibt Chip-Sektor an

Ein wesentlicher Treiber für die aktuelle Stimmung im Sektor sind die jüngsten Geschäftszahlen und Prognosen des Schwergewichts Nvidia. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen deutlich und stellte für das Fiskaljahr 2028 ein Umsatzwachstum von rund 70 % in Aussicht.

Die Unternehmensführung betonte dabei, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteige. Am gestrigen Donnerstag reagierte die Aktie mit einem Kurssprung von mehr als acht Prozent auf diese Ankündigungen.

Diese Entwicklung schlägt sich unmittelbar in der Bewertung des Xtrackers-ETF nieder, zu dessen größten Positionen neben Nvidia auch US-Technologiegrößen wie Microsoft, Amazon und Apple gehören. Analysten zeigen sich für die weitere Entwicklung des Sektors optimistisch.

Die Experten von Wedbush hoben ihr Kursziel für Nvidia auf 345 USD an, während das Analysehaus Rosenblatt mit einem Zielwert von 390 USD noch deutlich mehr Potenzial sieht. Die 12-Monats-Performance des ETF von 48 % unterstreicht die Kraft dieses Trends.

DWS justiert Strategie bei KI-Investments neu

Parallel zur Marktentwicklung passt die Fondsgesellschaft DWS ihre Gewichtung innerhalb der KI-Thematik an. Medienberichten zufolge reduzierte das Management den Anteil an reiner KI-Infrastruktur zuletzt von 25 % auf 14 %. Im Gegenzug wurde die Gewichtung sogenannter Hyperscaler – also großer Cloud- und Plattformbetreiber – auf 18 % erhöht.

Hintergrund dieser Umschichtung ist die Erwartung, dass eine mögliche Verlangsamung der Infrastrukturausgaben zuerst die Chiphersteller treffen könnte, während die großen Plattformen langfristig von der Anwendung profitieren.

Insgesamt beziffert S&P Global Ratings die Investitionen der führenden Hyperscaler in die KI-Infrastruktur auf über 1,3 Billionen Dollar bis zum Jahr 2027. Zwar wird für Konzerne wie Alphabet, Amazon, Microsoft oder Meta für die Jahre 2026 und 2027 mit einem negativen freien Cashflow gerechnet, doch gilt das Jahr 2028 als potenzieller Wendepunkt für die Profitabilität dieser massiven Ausgaben.

Dynamik bei Software und Identitätsmanagement

Neben den Halbleiterwerten liefern derzeit auch Software-Unternehmen positive Impulse für den Sektor. Besonders die Aktie von Okta konnte am gestrigen Donnerstag einen Zuwachs von über 27 % verbuchen.

Das Unternehmen übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen beim Gewinn pro Aktie und hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Auch der Sicherheits-Spezialist SentinelOne verzeichnete Kursgewinne, gestützt durch positive Kommentare von Analystenhäusern wie der Bank of America und Oppenheimer.

Diese Breite der Marktbewegung stützt den diversifizierten Ansatz des Xtrackers AI & Big Data ETF. Während Chiphersteller die erste Welle des KI-Booms dominierten, deutet die aktuelle Nachrichtenlage darauf hin, dass nun auch Software-Anbieter und Cloud-Giganten verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.

Trotz der rasanten Kursgewinne der vergangenen Monate bleibt das Interesse an gezielten KI-Anlagelösungen hoch, was sich auch in den Zuflüssen der vergangenen Wochen widerspiegelte.

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