Der XRP Ledger räumt auf. Mit der Aktivierung von fixCleanup3_1_3 greift ein Protokoll-Upgrade, das technische Altlasten im Netzwerk beseitigen soll. Im Kern geht es um effizientere Abläufe, weniger Datenmüll und sauberere Infrastruktur für künftige Anwendungen.
Das klingt trocken. Für ein Blockchain-Netzwerk mit wachsendem Stablecoin- und Tokenisierungsanspruch ist genau das aber relevant.
Was das Upgrade löst
Der wichtigste Punkt betrifft abgelaufene NFT-Angebote. Bisher konnten solche nicht mehr gültigen Angebote weiter auf der Blockchain liegen bleiben. Sie belegten Speicher und machten den Ledger unnötig schwerer.
Mit dem neuen Mechanismus löscht das Netzwerk diese Einträge automatisch. Das soll die Datenlast senken und die Verarbeitung schlanker machen. Für Nutzer ist das vor allem unsichtbare Infrastrukturarbeit, für Betreiber aber ein handfester Effizienzgewinn.
Auch mehrere hartnäckige Fehler wurden adressiert:
- Permissioned Domains: bessere Verwaltung und Prüfung beschränkter Netzwerkbereiche.
- Vault-Abhebungen: Korrekturen bei Trust-Line-Limits, die bestimmte Vorgänge behindern konnten.
- Credit Accounting: genauere interne Verbuchung ausgegebener Währungen und Lending-Protokolle.
- LoanBroker-Prüfung: Nachschärfung des „CoverAvailable“-Checks in der Kreditinfrastruktur.
Validatoren und Node-Betreiber mussten ihre Software vor der Aktivierung aktualisieren. Wer das nicht tat, riskierte die Trennung vom Netzwerk. XRP-Halter müssen dagegen nichts unternehmen, um ihre Bestände zu sichern.
AMM-Entwurf zielt auf Institutionelle
Parallel dazu legte die XRP Ledger Foundation am 26. Mai einen Entwurf für einen AMM-v2-Standard vor. Die Autoren Denis Angell und Roman Thpt schlagen unter anderem StableSwap- und Concentrated-Liquidity-Kurven vor.
Diese Funktionen sollen Kapital effizienter einsetzen. Besonders interessant wäre das bei Stablecoins, Devisenpaaren und tokenisierten Realwerten. Genau dort will Ripple den Ledger stärker als Infrastruktur für institutionelle Finanzanwendungen positionieren.
Auch die Stablecoin-Aktivität zieht an. Binnen eines Tages bis zum 26. Mai wurden rund 39,4 Millionen RLUSD geprägt. Getrieben wurde die Aktivität durch zwei große Transaktionen auf dem Ledger.
Kurs bleibt unter Druck
Die Netzwerknutzung wirkt robust. Der XRP Ledger zählt mehr als 7,7 Millionen nicht leere Wallets.
Auch die jüngste Aktivität bleibt solide: Binnen eines Tages wurden etwa 1,76 Millionen Transaktionen und rund 18.000 aktive Accounts registriert. Das liefert dem Upgrade eine relevante Basis, statt nur ein technisches Randereignis zu sein.
Der Markt honoriert das bislang nur begrenzt. XRP notiert bei 1,33 US-Dollar, liegt heute 1,42 Prozent im Minus und hat seit Jahresanfang 29,13 Prozent verloren. Das langfristige Chartbild bleibt damit angeschlagen.
Technische Analysten wie Ninedex verweisen auf eine Unterstützung nahe 1,40 US-Dollar, die mit dem Fibonacci-Retracement bei 0,382 verbunden wird. Diese Zone ist kurzfristig wichtig, weil der Kurs zuletzt darunter beziehungsweise in ihrer Nähe gehandelt hat.
Langfristig kursieren weiter Zielmarken von 5 und 20 US-Dollar, abgeleitet aus historischen Ausbruchsmustern. Näher liegt für den Markt aber ein anderer Test: Der Ledger muss zeigen, dass das Upgrade stabil läuft und der AMM-v2-Entwurf genug Akzeptanz bei Entwicklern, Validatoren und institutionellen Nutzern findet.
XRP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
