XRP: Spannung steigt – Anleger aufgepasst!

XRP verlässt die Seitwärtsphase im Chart, während ein Gericht eine Sammelklage abweist und die Bestände auf Börsen auf einem Acht-Jahres-Tief liegen.

Auf einen Blick:
  • Chart verlässt langjährige Seitwärtsbewegung
  • Gericht weist Sammelklage gegen Ripple Labs ab
  • Börsenbestände auf niedrigstem Stand seit 2018
  • Virtueller Community Day mit Ripple-Führungskräften

Bei XRP gab es in den vergangenen Tagen eine spannende Entwicklung im Chart. Der Coin hat die zuvor bestehende Seitwärtsphase verlassen. Umso interessanter werden nun die kommenden Tage, in denen sich zeigen dürfte, wie es charttechnisch weitergeht und welchen Einfluss die Nachrichten rund um Ripple Labs auf die weitere Entwicklung haben.

Kennzahlen liefern keine negativen Signale für XRP

On-Chain-Daten zeigen, dass die XRP-Bestände auf Börsen auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren gefallen sind ein Signal, das langfristig als strukturell bullisch gilt. Auch auf der ETF-Seite war die Nachfrage zu Jahresbeginn deutlich sichtbar. Allein am 6. Januar flossen rund 48 Millionen US-Dollar in XRP-ETFs, verglichen mit einem durchschnittlichen Tageswert von etwa 16 Millionen US-Dollar im Dezember. In der letzten Januarwoche ließen diese Zuflüsse jedoch spürbar nach.

Einen klaren Kontrapunkt zur kurzfristigen Preisschwäche setzt die rechtliche Entwicklung. Am 29. Januar wies ein US-Bundesberufungsgericht des Ninth Circuit eine größere Anleger-Sammelklage gegen Ripple Labs endgültig ab. Die Kläger hatten dem Unternehmen vorgeworfen, XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Das Gericht bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz, wonach die Ansprüche verjährt seien und damit keine Grundlage mehr hätten. Besonders relevant ist dabei die erneute Abgrenzung von Sekundärmarkt-Transaktionen mit XRP, die nicht als Verkauf unregistrierter Wertpapiere gewertet wurden.
Zusammen mit dem bereits 2025 beigelegten Verfahren mit der US Securities and Exchange Commission, das Ripple nach rund vier Jahren und Kosten von etwa 150 Millionen US-Dollar abschließen konnte, verschwindet damit ein weiterer juristischer Unsicherheitsfaktor.

Der Blick richtet sich nun nach vorn auf den XRP Community Day 2026. Das globale virtuelle Event findet am 11. Februar für EMEA und die Americas sowie am 12. Februar für den asiatisch-pazifischen Raum statt und wird über X Spaces auf dem offiziellen Ripple-Account ausgerichtet. Mit dabei sind unter anderem CEO Brad Garlinghouse und Präsidentin Monica Long. Inhaltlich sollen unter anderem der Status von XRP-Spot-ETFs, institutionelle Produkte, Tokenisierung und Real-World-Asset-Use-Cases auf dem XRP Ledger, Interoperabilität über Wrapped-XRP-Lösungen sowie die strategischen Prioritäten für 2026 diskutiert werden, von Zahlungsanwendungen über Liquiditäts-Hubs bis hin zu CBDC-Projekten.

XRP im Chart-Check

Die Range, die seit November 2024 Bestand hatte, wurde erneut nach unten verlassen. Ein erster Ausbruchsversuch auf der Oberseite Mitte 2025 scheiterte, woraufhin der Markt wieder in die Range zurücklief. Seitdem ging es zunehmend in Richtung der unteren Zone, ohne dass der Markt auf der Oberseite nennenswerte Stärke zeigen konnte. Für die kommenden Tage wird entscheidend sein, ob es dem Markt gelingt, sich zurück in die Range zu kämpfen, oder ob dafür die nötige Kaufkraft fehlt. Solange der Kurs unterhalb der Range notiert, gehe ich von weiter fallenden Kursen aus. Ein Rücklauf in die Range könnte hingegen erneut für Auftrieb sorgen. Hier XRP im Tageschart.XRP

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/dtmcfJPF/

Aktuell würde ich abwarten, wie sich XRP an der Zone verhält. Gelingt es dem Markt nicht, wieder in die Range zurückzukehren, könnte die ehemalige Unterstützungszone als Verkaufschance dienen.

Sollte der Kurs jedoch wieder in die Range zurücklaufen, ließe sich das als positives Signal werten. In diesem Fall wäre eine Bewegung in Richtung der Hochs möglich und der Rücklauf könnte eine Kaufchance darstellen. Wichtig ist dabei, dass der Markt die Range anschließend nicht erneut nach unten verlässt.

Ihr Konrad

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