XRP: Sheriff-Verband hebt Widerstand gegen CLARITY Act auf

Symbolbild, KI-generiert

Der NESA-Verband wechselt beim CLARITY Act auf neutral, während XRP zulegt und institutionelle Zuflüsse sowie neue Partnerschaften Aufmerksamkeit erzeugen.

Auf einen Blick:
  • NESA nimmt Widerstand gegen Gesetz zurück
  • Senatsvotum zur Verfahrenshürde am 15. September
  • XRP steigt binnen 30 Tagen 39 Prozent
  • XRP-ETFs sammeln 153,55 Millionen US-Dollar

Der US-Sheriffverband NESA hat seinen Widerstand gegen den CLARITY Act aufgegeben und seine Position auf neutral geändert. In einem Brief an die Senatsführung erklärte der Verband, angesichts der umfangreichen Arbeit von Kongress, Exekutive und Interessengruppen sei es nun angemessen, sich zurückzuziehen und den Gesetzgebungsprozess fortlaufen zu lassen. Das berichteten CoinDesk und Coinotag Anfang September. Für XRP ist das ein wichtiges Signal, denn eine zentrale Hürde vor der anstehenden Senatsabstimmung ist damit ausgeräumt.

Der Senat will am 15. September über die Verfahrenshürde zum Digital Asset Market CLARITY Act abstimmen, dem sogenannten Cloture-Verfahren, das 60 Stimmen benötigt. Das ist noch keine finale Verabschiedung, sondern lediglich der Schritt, um überhaupt in die formelle Debatte einzutreten.

Der NESA-Verband hatte zuvor eine Klausel kritisiert, die Krypto-Mixer von den meisten Registrierungspflichten ausnimmt, weil sie die Nachverfolgung von Transaktionen erschwere.

Diese Bedenken sind nun vom Tisch. Zugleich kündigte das Repräsentantenhaus an, seine letzten Abstimmungen vor der Zwischenwahl direkt nach der Senatsrückkehr abzuhalten – was ein Inkrafttreten des Gesetzes vor der Novemberwahl praktisch ausschließt.

Kurs erholt sich, bleibt aber unter altem Hoch

Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,42 US-Dollar und hat in den vergangenen 30 Tagen um 39 Prozent zugelegt. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 4,6 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,18 US-Dollar, erreicht im September vergangenen Jahres, ist der Token allerdings weiterhin deutlich entfernt.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 23 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht ein Rückgang von 51 Prozent. Die jüngste Erholung fällt damit in eine Phase, die von einer Reihe positiver Einzelmeldungen getragen wird, ohne die Verluste des vergangenen Jahres auszugleichen.

Institutionelles Geld fließt, Escrow-Freigabe läuft planmäßig

Parallel zur politischen Entwicklung verdichten sich Hinweise auf wachsendes institutionelles Interesse. US-Spot-ETFs auf XRP verzeichneten im August Nettozuflüsse von rund 153,55 Millionen US-Dollar.

Allein in der Woche bis zum 28. August kamen 110,49 Millionen US-Dollar hinzu – nach Marktdaten-Anbietern ein Rekordwert für das laufende Jahr, der die kumulierten Zuflüsse auf über 1,66 Milliarden US-Dollar und das verwaltete Gesamtvermögen der Fonds auf mehr als 1,44 Milliarden US-Dollar hob.

Auch auf der XRP Ledger selbst zeigte sich zuletzt reges Geschehen: Das Zahlungsvolumen schoss laut Marktdatenanbietern um 521,1 Prozent auf rund 488,4 Millionen XRP, während die Zahl der Transaktionen um 10,5 Prozent sank – ein Hinweis auf deutlich größere Einzeltransfers, wie sie typischerweise institutionelle Akteure abwickeln.

Ripple selbst gab am 1. September in drei Tranchen insgesamt eine Milliarde XRP aus seinem monatlichen Escrow-Programm frei; in den Escrow-Konten verbleiben damit noch rund 31,28 Milliarden XRP.

Sponsoring-Deals erweitern die Sichtbarkeit

Ripple baut zudem seine Präsenz im US-Collegesport aus. Nach der im Juli geschlossenen Partnerschaft mit den Kansas Jayhawks, bei der ein XRP-Patch auf den Trikots prangt, kündigte die Universität Florida am 5. September eine mehrjährige Zusammenarbeit an: Ab der Football-Saison 2026 wird das XRP-Logo im Ben Hill Griffin Stadium platziert, ein Deal, der Medienberichten zufolge jährlich rund 5 Millionen US-Dollar wert sein soll.

Ende September steht zudem die Aktionärsabstimmung von Evernorth Holdings über den Zusammenschluss an, der das Unternehmen unter dem Ticker XRPN an die Nasdaq bringen und einen XRP-Treasury-Bestand von 1 Milliarde US-Dollar ermöglichen soll. Die SEC hatte die entsprechende S-4-Registrierung bereits Ende August für wirksam erklärt.

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