Ripple drängt massiv in den afrikanischen Zahlungsverkehr. Das Krypto-Unternehmen investiert strategisch in das Fintech-Einhorn Flutterwave. Die Partnerschaft bewertet das afrikanische Startup mit 3,2 Milliarden US-Dollar. Das Ziel: eine neue Infrastruktur für grenzüberschreitende Zahlungen auf Basis des XRP-Ledgers.
Afrikanischer Zahlungsverkehr im Fokus
Bisherige Banküberweisungen in der Region sind langsam und teuer. Ripple und Flutterwave etablieren nun eine neue Architektur. Diese setzt primär auf den Stablecoin RLUSD. Er dient künftig als zentrales Abrechnungsmittel auf der Blockchain.
Flutterwave wickelt Zahlungen in über 35 afrikanischen Ländern ab. Das Netzwerk verarbeitete seit 2016 mehr als eine Milliarde Transaktionen. Hohe Wechselkurskosten und Verzögerungen beim Settlement sollen durch die Krypto-Lösung verschwinden.
Technisches Update und Wale
Parallel zur Expansion vollzieht das Netzwerk ein technisches Upgrade. Die Version 3.2.0 benennt die Kernsoftware von „rippled“ in „xrpld“ um. Ripple will sich damit als Unternehmen weiter von der Blockchain-Identität distanzieren.
Die neue Version senkt den Arbeitsspeicherbedarf für Knotenpunkte um bis zu 40 Prozent. Das Update verursachte beim Rollout lediglich eine kurze Ausfallzeit von 18 Minuten.
Großinvestoren nutzen die aktuelle Marktphase intensiv. Sogenannte Wale kauften in den letzten sechs Monaten massiv zu. Diese Adressen kontrollieren mittlerweile 74,1 Prozent der gesamten Umlaufmenge.
US-basierte XRP-ETFs verzeichnen ebenfalls stetige Zuflüsse. Das kumulierte Volumen erreichte zuletzt 1,44 Milliarden US-Dollar.
Widerstände und Zinsentscheid
Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,21 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verlor die Kryptowährung rund 35 Prozent an Wert. Der Abstand zum Jahrestief bleibt mit knapp 15 Prozent gefährlich gering.
Kürzlich prallte der Kurs an der Widerstandszone um 1,30 US-Dollar ab. Diese Marke verläuft nahe dem viel beachteten 50-Tage-Durchschnitt. Fällt der Wert unter die nächste Unterstützung, droht ein Rücksetzer auf 1,14 US-Dollar.
Ein Ausbruch nach oben macht den Weg in Richtung 1,45 US-Dollar frei. Der breite Markt wartet nun auf die US-Notenbank. Die Fed unter dem neuen Chef Kevin Warsh entscheidet in Kürze über den Leitzins. Experten erwarten ein Zinsniveau von maximal 3,75 Prozent.
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